Bei einer Rolle, die sich nach Urlaub auf den Bahamas anhört, fällt es schwer, nein zu sagen. Jessica Alba und Paul Walker konnten das offensichtlich nicht. Sonst hätten sie nach dem Studium des Drehbuchs vielleicht dankend abgelehnt. Denn "Into the Blue" (Freitag, 26. Juni, 20.15 Uhr, Nitro) setzt hauptsächlich auf die Inszenierung weiblicher Kurven und muskulöser männlicher Oberkörper. Ach ja: Eine actionreiche Schatzsucher-Story gibt es neben schönen Körpern auch zu sehen.
Jared (Paul Walker) und seine Freundin Sam (Jessica Alba) lieben das Meer - und die Schätze, die auf seinem Grund liegen. Aber das nötige Bergungsequipment ist teuer, weshalb sich der Tauchlehrer von der Ankunft seines betuchten Kumpels Bryce (Scott Caan) viel erhofft. Doch der Geschäftsmann bringt nicht nur seine dubiose neue Flamme Amanda (Ashley Scott) mit, die er am Flughafen aufgerissen hat, sondern auch jede Menge Probleme. Egal, auf den Bahamas geht man in so einem Fall erst einmal tauchen und amüsiert sich.
Schöne Bilder von schönen Körpern
Bei einem Tauchgang entdecken die vier nicht nur ein legendäres Schiffswrack, sondern auch ein abgestürztes Flugzeug, vollgepackt mit Kokain. Und schon bahnt sich ein Konflikt an. Man könnte das Zeug bergen, es verkaufen und davon die Schulden bei fiesen Eintreibern abzahlen. Oder sich Träume erfüllen. Sam beobachtet die Entwicklung besorgt und spricht von Polizei. Doch da haben die Dinge dank der Gier von Bryce und Amanda schon ihren fatalen Lauf genommen. Im Konflikt mit den knallharten Drogendealern der Region geht es für die Freunde jetzt ums Überleben, und dafür müssen sie ihre ganze Geschicklichkeit über und unter Wasser aufbringen.
Die unattraktiven Tauchgerätschaften wie Flasche, Lungenautomat und Neoprenanzug lässt Regisseur und Wassersportspezialist John Stockwell - er drehte auch den Surferfilm "Blue Crush" - oft beiseite. Seine Protagonisten sind Free Diver - das heißt, sie gehen nur mit einer Maske, Flossen und Bleigurt in die Tiefe. Für den Film bedeutet das schöne Bilder von braun gebrannten Körpern im blau schimmernden Ozean und bessere Optik und Wendigkeit bei den Kampfszenen unter Wasser.
Für die Besetzung der Rollen spielte demnach auch die körperliche Fitness der Schauspieler und ihre Affinität zum Meer eine wichtige Rolle. Bei Jessica Alba und Paul Walker stimmte also nicht nur das Aussehen, sondern auch die Leistungsbereitschaft im Ozean. Schwimmen mit Haien ist auch nicht etwas für jeden, und die Raubfische im Film sind alle echt. Nachbesserungen mit dem Computer gab es angeblich nur beim String-Bikini von Jessica Alba. Er wurde - ein Tribut an die US-Sittenwächter - per Pixel zu einem größeren Badeteil aufgemotzt.
Trockenes Fazit: Unter Wasser hat dieser sonst eher seichte Film durchaus seine Stärken und einige ansehnliche Actionszenen zu bieten.
Quelle: teleschau – der mediendienst