Mit 66 Jahren gehört Tobias Moretti zu den renommiertesten Film- und Bühnenschauspielern Österreichs. Bekannt wurde der gebürtige Tiroler aber mit einer Fernsehserie. Von 1994 bis 1998 verkörperte er den Kriminalinspektor Richard Moser in "Kommissar Rex". Ihm folgten in späteren Staffeln Stars wie Gedeon Burkhard, Alexander Pschill und Kaspar Capparoni nach.
Rund 30 Jahre ist das her - öffentlich geäußert hat sich Moretti zu seiner Durchbruchsrolle in der langen Zeit nur selten. Da kommt es einer kleinen Sensation gleich, dass der frühere Burgschauspieler in einem ORF-Beitrag geradezu euphorisch über die aktuelle Neuauflage der 90er-Kultserie spricht.
Seit Montag ist Maximilian Brückner nebst titelgebender Schäferhund-Begleitung in sechs spielfilmlangen "Kommissar Rex"-Remakes im österreichischen (ORF 1) und deutschen Fernsehen (SAT.1) zu sehen. Dass die Kommissarsrolle mit dem 49-jährigen Oberbayern Brückner besetzt wurde, hält Moretti für eine ausgezeichnete Wahl.
Tobias Moretti lobt Maximilan Brückner: "Der wird einen Charme haben"
Den deutschen Kollegen nennt er einen "wirklich tollen, super Schauspieler". Da Brückner vom Land komme, habe er zudem einen direkten Zugang zu Tieren. Moretti ist überzeugt: "Der wird einen Charme haben, und das wird glaube ich das erste Mal sein, dass das in irgendeiner Form derartig funktionieren kann - glaube ich, für mich."
Nach der Premiere der Auftaktfolge am Montagabend muss Morettis Prognose zumindest nicht als widerlegt gelten. Bei SAT.1 schalteten ab 20.15 Uhr 1,59 Millionen Menschen ein. Das entsprach einem Marktanteil von 7 Prozent. Der Unterföhringer Privatsender dürfte damit nicht unzufrieden sein - auch wenn "Der letzte Bulle" mit rund zwei Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern zuletzt ein etwas erfolgreicheres Kult-Serien-Comeback hingelegt hatte.
Wichtig für die Werbevermarktung: In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährige erreichte der 90-Minüter mit dem Episodentitel "Wien sehen und sterben" einen Marktanteil von 9,9 Prozent. Auch das klingt ausbaufähig - liegt aber deutlich über dem Schnitt, den SAT. sonst erreicht.
Quelle: teleschau – der mediendienst