Dass Helge Fuhst die ARD verlassen wird, ist seit gut einer Woche bekannt. Offen blieb zunächst, was die nächste berufliche Station des renommierten TV-Journalisten sein wird.

Nun ist das Ziel des 41-Jährigen klar: Fuhst übernimmt "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" den Vorsitz der Chefredaktionen der "Premium"-Gruppe, zu der die Marken "Welt", "Politico Deutschland" und "Business Insider Deutschland" Deutschland gehören. Zugleich wird er zum Chefredakteur von "Welt" berufen. Das machte am Mittwoch der Springer-Verlag in einer Pressemitteilung bekannt.

Aktuell ist Helge Fuhst noch Zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell und damit für die "Tagesthemen" verantwortlich. Das Nachrichtenjournal im Ersten moderierte der vormalige Programmgeschäftsführer des Senders Phoenix regelmäßig selbst. 2024 bewarb sich der gebürtige Hannoveraner erfolglos um die Nachfolge von Tom Buhrow als WDR-Intendant.

"Ein hervorragender Journalist und ausgezeichneter Medienmanager"

Nach langjähriger ARD-Karriere, die ihn unter anderem nach Washington führte, kommt der Wechsel zum Springer-Verlag überraschend. Speziell bei "Welt", wo Fuhst als Chefredakteur amtieren soll, wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk immer wieder scharf attackiert.

Fuhst folgt bei "Welt" auf Jan Philipp Burgard. Der bisherige Chefredakteur legt seine Funktionen mit sofortiger Wirkung aus gesundheitlichen Gründen nieder, wie Springer informiert. Burgard selbst schrieb am Mittwoch beim Karrierenetzwerk LinkedIn, die Entscheidung sei ihm schwergefallen. Auslöser sei ein "schwerer körperlicher Zwischenfall" auf dem Rückflug aus dem Urlaub gewesen, "der in der Luft ärztlich behandelt werden musste". Auf ärztlichen Rat habe er sich zu einer Auszeit entschieden.

Springer-CEO Mathias Döpfner dankte Burgard für "Rekordergebnisse", die zuletzt die Marke Welt TV verzeichnen konnte. Mit Helge Fuhst übernehme "ein hervorragender Journalist und ausgezeichneter Medienmanager die redaktionelle Spitze der 'Premium'-Gruppe. Er wird den Weg, den wir vor einem Jahr erfolgreich eingeschlagen haben, weiter ausbauen und die strategische Ausrichtung der Marken gemeinsam mit den Chefredakteuren schärfen."

Quelle: teleschau – der mediendienst