Für Gloria-Sophie Burkandt ist es "Fluch und Segen zugleich", die Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten zu sein. "Wenn du so einen Vater hast, dann bist du es gewohnt, dass du nicht der Mittelpunkt bist." In der neuen ProSieben-Doku "Born Famous" wird die 27-Jährige bei einem Besuch des Oktoberfests begleitet. Ihr "absolutes Highlight" auf der Wiesn: ein geplantes Treffen mit ihrem Vater Markus Söder.

Auf der Veranstaltung blicken lässt sich der CSU-Chef nicht etwa an der Seite seiner Tochter, sondern seiner Frau Karin Baumüller-Söder. "Mein Vater ist mit meiner Stiefmutter da", erklärt Burkandt, "laut der Tradition ist es so, dass die Frau mitkommt. Als Ehepaar tritt man da zusammen auf." Das Verhältnis zu Baumüller-Söder sei "sehr gut", betont die Promi-Tochter. "Aber wir haben verschiedene Interessen. Und natürlich gibt es nur eine Mama - und das ist meine."

Burkandts Eltern haben sich "sehr früh getrennt", ihre Mutter war alleinerziehend. "Deswegen habe ich auch eine sehr starke Bindung mit meiner Mutter, weil mein Vater natürlich auch viel arbeiten musste." Die Beziehung zu ihrem Papa beschreibt sie dennoch als "sehr eng"; Markus Söder sei "ein großes Vorbild": "Ich denke ganz hoch von meinem Vater."

"Das Herausfordernde ist, dass er immer unter Druck steht"

Und doch bedauert Gloria-Sophie Burkandt, den Politiker nur selten für sich zu haben. "Das Herausfordernde ist, dass er immer unter Druck steht und immer gestresst ist", klagt sie. "Und dann muss ich halt immer warten, dass er eine freie Minute hat und komplett runterfährt, wo ich dann auch endlich mal Zeit mit ihm habe als Tochter und nicht immer nur zwischen Tür und Angel." So auch beim Oktoberfest: Kaum hat Burkandt ihren Vater begrüßt, widmet sich dieser auch wieder der anwesenden Presse.

"Es gibt auch öfter Momente, wo ich mir denke, ich möchte mit meinem Vater mehr Zeit verbringen", gesteht das Model. Gleichzeitig wisse sie: "Wenn jeder was von ihm will, die ganze Zeit, dann kann er auch nicht einfach herkommen." Ihres Erachtens wäre es "sehr egoistisch, zu sagen, mein Vater soll jetzt seine Verantwortung hinschmeißen, um wegen mir mehr Zeit zu haben". Immerhin: "Meine Mama hat so viel Liebe für mich immer gehabt - die hat das dann ausgeglichen."

Trotz des Mangels an Vater-Tochter-Zeit bezeichnet sich die gebürtige Nürnbergerin als "Papa-Kind", das vollstes Verständnis für den anspruchsvollen Beruf des CSU-Vorsitzenden hat: "Er hat so viel geleistet und sich so hochgekämpft. Das ist ja auch ein Kampf. Politiker zu sein, ist nicht einfach."

Sie selbst wolle einen anderen Weg einschlagen: "Die Fußstapfen meines Vaters sind, glaube ich, Größe 50 - dementsprechend ziemlich groß. Und ich möchte nicht in dieselben Fußstapfen treten." Aus diesem Grund, betont die Tochter des bayerischen Regierungschefs, wolle sie "als Gloria-Sophie wahrgenommen werden. Und als eigenes Individuum."

Quelle: teleschau – der mediendienst