Der andauernde Krieg im Nahen Osten lässt auch die Wehrpflichtdebatte wieder aufflammen. Seit Beginn des Jahres gilt der "neue Wehrdienst". Demnach müssen alle Männer, die im Jahr 2008 oder später geboren worden sind, an einer sogenannten Wehrerfassung teilnehmen. Dagegen und gegen eine mögliche Ausweitung zu einer tatsächlichen Wehrpflicht protestieren am Donnerstag Schülerinnen und Schüler in Deutschland.
Auch im ZDF-"Morgenmagazin" war die Debatte erneut Thema. Dabei kritisierte die Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, Amy Kirchhoff, vor allem das mangelnde Mitspracherecht. "Da wurden Jugendliche übergangen, da wurden sie nicht nach der Meinung gefragt, sondern es wurde einfach von oben herab entschieden", fand die Schülerin deutliche Worte. "Das, was aktuell passiert, ist, dass Politiker miteinander sprechen und Dinge für die junge Generation entscheiden, die schon so oft Konsequenzen der Gesellschaft getragen hat und auch noch tragen werden muss in Zukunft."
Dabei müsse nicht zwingend mit der Bundesschülerkonferenz, sondern allgemein mit Jugendlichen gesprochen werden, erklärte Kirchhoff weiter. Es brauche "strukturelle Beteiligungsformate". Das sei nicht nur beim Thema Wehrpflicht wichtig. Auch etwa in Sachen Rente wünscht sich die Schülerin mehr Teilhabe.
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Quelle: teleschau – der mediendienst