Immer wieder wird Medien wie ARD und ZDF vorgeworfen, aus ideologischen Gründen die Wetterkarte zu manipulieren. So finden sich in den sozialen Medien unzählige vermeintliche Vergleiche früherer und heutiger Berichterstattung - häufig versehen mit dem Hinweis, dass die Karten inzwischen in deutlich dunkleren Rottönen eingefärbt seien als noch vor 20 Jahren. So, behaupten Skeptiker, wolle man gezielt Panik in Bezug auf die Klimaerwärmung erzeugen.

Im "Morgenmagazin" des ZDF äußerte sich am Freitag nun Wettersprecher Benjamin Stöwe zu entsprechenden Unterstellungen. "Heiß am Freitag, heißer am Samstag, Schwerpunkt Südwesten. Am heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen - so sieht es im Moment aus - am Sonntag im Nordosten", resümierte der Moderator zunächst. "Einige Wettermodelle gehen von Temperaturen von bis zu 43 Grad Celsius aus."

Dann sprach der 42-Jährige Klartext: "Wenn wir Ihnen das so sagen, auch in der dunkelroten Einfärbung, dann tun wir das nicht, um damit Panik zu machen. Sondern um Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich vorzubereiten, sich zu sensibilisieren für diese enorme, extreme und ungewöhnliche Hitze, die uns in den nächsten Stunden, in den nächsten Tagen bevorsteht." Stöwe betonte zudem, dass es eine derartige Hitzewelle "in dieser Form in diesem Land so noch nie gegeben" habe.

"Tagesschau"-Statement: "Es werden Karten miteinander verglichen, die unterschiedliche Dinge zeigen"

Schon in der Vergangenheit haben die öffentlich-rechtlichen Sender wiederholt Stellung zu den Manipulationsvorwürfen bezogen. So stellte etwa die ARD-"Tagesschau" bereits 2019 in einem Online-Beitrag klar, dass etwaige Behauptungen nicht der Wahrheit entsprächen. "Es werden Karten miteinander verglichen, die unterschiedliche Dinge zeigen", hieß es damals.

So müsse zwischen Wetter- und Temperaturkarte unterschieden werden: Die Wetterkarte, die auch Informationen über Bewölkung, Niederschlag und Sonnenschein abbilde, werde bereits seit 2009 mit einer neutralen Grafik ohne Farbskala hinterlegt. Bei der Temperaturkarte indessen werde der Farbbereich den jeweiligen Jahreszeiten angepasst - so sei ein und dieselbe Temperatur etwa im Sommer blau und im Winter orange.

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Quelle: teleschau – der mediendienst