Bei "Markus Lanz" äußerte sich Manfred Weber zur Krise der CSU und zur wachsenden Kritik an Markus Söder. Lanz hakte konkret nach und wollte wissen, ob Söder noch der richtige Chef für die Partei sei. Weber reagierte zurückhaltend und konterte: "Wenn man jede inhaltliche, programmatische Debatte sofort mit einer Personaldebatte (...) zumacht, dann ist es natürlich schwierig." Der CSU-Vize ergänzte, dass erst ein Jahr vor der Landtagswahl entschieden werde, "wer Spitzenkandidat ist".
Eine Aussage, die Lanz sichtlich überraschte: "Also ist für Sie nicht klar, dass Markus Söder der gesetzte Spitzenkandidat ist?" Weber antwortete genervt: "Es ist nicht meine Entscheidung. Es ist die Entscheidung der Landtagsfraktion." Der Politiker fügte hinzu: "Für mich ist Markus Söder amtierender Parteivorsitzender und ich möchte, dass wir erfolgreich sind." Lanz hakte in dem Zusammenhang nach: "Was ist so richtig gut an Markus Söder?" Die nüchterne Reaktion von Weber: "Markus Söder ist führungsstark, er setzt in Berlin Themen durch. Er ist irre fleißig."
Damit brachte er den ZDF-Moderator zum Schmunzeln. "Wenn Sie mich fragen, was ich gut finde, dann muss ich darauf antworten dürfen, ohne, dass Sie schmunzeln", so Weber wütend. Lanz hielt prompt dagegen: "Wenn das so ein super Typ ist, dann wäre er für mich der gesetzte Spitzenkandidat!" Lanz kam schließlich auf Söders Social-Media-Auftritt zu sprechen und fragte: "Zu viel Döner, zu wenig Programm?" Manfred Weber nickte: "Markus Söder hat ja jetzt einige Sachen schon eingestellt. Er hat die Tweets zum Döner eingestellt." Als Lanz fragte, "Das hat Sie genervt?", sagte Weber: "Ich finde, das war eines Ministerpräsidenten dann auf die Dauer nicht würdig." Der ZDF-Moderator wollte es schließlich genauer wissen: "War Ihnen das zu viel Boulevard?" Der CSU-Vize wollte sich darauf jedoch nicht einlassen und schoss zurück: "Herr Lanz, es ist seine Art, Politik zu machen und die hat auch seine Legitimation!"
Sehen Sie die Lanz-Sendung in voller Länge jederzeit bei https://kurz.zdf.de/LANZ/
Quelle: teleschau – der mediendienst