Lange galt die Jagd in der Freizeit als rückständiges Hobby älterer Männer oder überkommenes Privileg von Adligen. Doch das scheint sich langsam zu ändern. Mehr und mehr junge Menschen begeistern sich fürs Jagen, wie nun auch der ARD-Film "Schießen, töten, posten" dokumentiert. Der Beitrag richtet den Fokus vor allem aufs Netz: Auf Instragram, TikTok und anderen Social-Media-Kanälen setzen immer mehr junge Leute die Jagd als idyllische Tätigkeit in Szene und romantisieren bisweilen das Schießen von Tieren als naturnahes Spektakel. Woher der Trend kommt und welche potenziell gefährlichen Folgen er hat, zeigt die halbstündige Doku des "team.recherche" am späten Montagabend.

Überraschend scheint nicht nur, dass vor allem Jüngere das Jagen wieder für sich entdecken zu scheinen, vor allem befinden sich darunter besonders viele Frauen. Wie konnte die Jagd ihr altes, eher verstaubtes Image ablegen? Und vor allem: Wie sieht die Realität hinter der cool inszenierten Fassade im Internet aus? Dem ARD-Team gelang es, mehrere Monate intensiv in der Szene zu recherchieren - begonnen mit dem brisanten Tod eines jungen Jägers. Investigativ und kritisch fragt der Film, wie die neue Jagd-Generation ausgebildet wird und wie einfach Jägerinnen und Jäger an Waffen kommen.

In der ARD-Mediathek ist die Dokumentation bereits als Stream abrufbar.

Schießen, töten, posten - Mo. 13.07. - ARD: 23.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst