"Ich war noch nie in Indien", aber trotzdem hat es die indische Küche Kei (49) besonders angetan. "Das ist so ein bisschen mein Steckenpferd." In einem Kochkurs hat der Pädagoge aus Niedenstein die Klassiker gelernt. Käse, Brot, Chutney, Currys - alles macht Kei heute beim "perfekten Dinner" selbst. Es gibt:

  • Vorspeise: Indien auf die Hand - Knusprige Papadams mit Mangochutney und Gurken-Raita, dazu drei Pani-Puri-Variationen
  • Hauptspeise: Indische Klassiker - Butter Chicken und Lamm Madras mit Basmatireis, Spitzkohl und Cashews, dazu frisches Naan
  • Nachspeise: Europa trifft Indien - Kokos-Safran-Panna-Cotta mit Passionsfrucht, dazu frittierte Quark-Kardamom-Bällchen mit Feigenmarmelade

Das Dessert ging beim Probekochen komplett in die Hose. "Die Panna cotta ist einfach nicht steif geworden", hofft Kei diesmal auf mehr Stand. Doch es tritt ein ganz anderes Problem auf: Die hintere Herdplatte, auf der die Panna cotta auskühlen sollte, ging an. "Das ist mir jetzt natürlich abgekackt. Kann ich noch mal neu machen", grummelt Kei.

Selbiges soll noch einmal bei der Herstellung des Paneer-Käses passieren. "Schmeckt verbrannt", weist Kumpel Tobi (44) Kei auf den Geschmack hin. "Das kann man nicht servieren", muss Kei auch hier einen zweiten Versuch starten. Schnell schickt er Tobi los, um Milch zu kaufen.

Kein Erdloch und auch kein Fine Dining

Maddi (32) kann den Gastgeber schwer einschätzen: "Ich kann mir bei Kei alles vorstellen, von Outdoor-Küche in einem Erdloch bis hin zu Fine Dining." Tim (45) glaubt an "bodenständige, gute, deftige Hausmannskost, vielleicht mit neueren Einflüssen". Umso überraschter sind alle, dass es Indisch gibt. "Ehrlich jetzt?", lacht Elina (43). "Chapeau, das sind ja drei Hauptgänge", erkennt Alex (29) den Aufwand.

Als Aperitif serviert Kei eine Eigenkreation: Mango-Lassi mit Wodka. Worüber sich die Gäste außerdem freuen: Mangochutney. "Das Gastgeschenk ist natürlich mit sehr viel Liebe zum Detail gemacht", findet Tim die Geste einfach toll.

Vorspeise kostet Kei Nerven

"Jetzt bin ich schon einigermaßen geschafft, jetzt können wir eigentlich schon nach Hause gehen, wenn wir das gegessen haben. Ich kann nicht mehr", serviert Kei seufzend seinen vielseitigen Vorspeisenteller. Die Käseproduktion bezeichnet er als "stressig", und "diese gefüllten Teigtaschen, die haben mich was Nerven gekostet". Für Tim lohnt sich die Mühe: "Die Vorspeise hat gleich grandios gezündet."

Zum Glück müssen die Hauptspeisen-Komponenten nur noch aufgewärmt werden. Deshalb bringt es Kei nicht aus der Ruhe, dass Maddi und Elina in der Küche vorbeischauen. "Er hat keinen Tandoori eingebuddelt", berichtet Maddi den anderen. Elina schürt die Vorfreude: "Es sieht sehr lecker aus." Beim Anrichten sinkt Keis Anspannung: "Jetzt fühle ich mich ein bisschen erleichtert." Elina probiert das Lamm: "Das ist tatsächlich scharf." Tim findet den Hauptgang "grandios": "Der Kochkurs hat sich gelohnt."

Lob für den Aufwand

Wie sieht es mit der Panna cotta aus? "Plan B", greift Kei zum Servierglas. "Ich wollte es eigentlich stürzen, aber dafür ist es nicht fest genug." Er seufzt: "Heute geht alles schief, was schiefgehen kann." Ein Lob zum gesamten Abend kommt von Maddi: "Respekt, dass du das alles auf die Teller gekriegt hast." Kei reicht es nach dem Dinner auch: "Die nächste Zeit wird sowas nicht mehr gemacht."

"Es war ein Erlebnis", dankt Tim dem Gastgeber für den Genuss. Mit viermal neun Punkten übernimmt Kei deutlich die Führung.

Quelle: teleschau – der mediendienst