Bei "Markus Lanz" bezogen Experten wie Energieökonomin Claudia Kemfert Stellung zu den verheerenden Folgen des Irankriegs für den Welthandel. "Wir sind in der schlimmsten fossilen Energiekrise, in der wir je waren", so Kemfert. Die Expertin ergänzte mahnend: "Dadurch, dass diese Meerenge nicht passierbar ist, stauen sich ja bis zu 2.000 Tanker im Moment (...) - und das ist gravierend für den internationalen Markt." In dem Zusammenhang kritisierte Journalist Michael Bröcker die fehlenden Maßnahmen der schwarz-roten Koalition. Laut Bröcker seien zielgerichtete staatliche Maßnahmen dringend notwendig, aber "nichts davon macht diese Bundesregierung gerade, weil sie selber Getriebene der Verhältnisse ist".

Eine Steilvorlage für Lanz, der im Laufe der Sendung anmerkte: "Plötzlich geistert wieder das Wort Steuererhöhungen durch das Berliner Regierungsviertel." Bröcker nickte vorsichtig: "Die Idee ist, schlicht und einfach, den Grenzsteuersatz für die Spitzenverdiener (...) von 42 Prozent auf etwa 45 Prozent zu erhöhen und den Reichensteuersatz von heute 45 Prozent (...) auf 47, 48 Prozent zu erhöhen. Das bringt ein paar Milliarden Euro." Der ZDF-Moderator entgegnete sichtlich empört: "Das heißt, da deutet sich der nächste 180-Grad-Wendepunkt von Friedrich Merz an?" Der Journalist bejahte dies, merkte jedoch gleichzeitig an: "Je nachdem, wie er das kommuniziert."

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Quelle: teleschau – der mediendienst