Ein Berufsbild so bunt wie ihr Styling: Die Kandidatin, die als Sylvia Schindler aus München vorgestellt wurde, nannte Journalistin, Romance-Autorin und YouTuberin als Betätigungsfelder. Sie reiste als Kandidatin zur letzten "Wer wird Millionär?"-Folge vor der Sommerpause ohne Begleitperson an.
"2.000 Euro sind im Pot und ich möchte nur wissen: Welcher Spieler des 1. FC Köln ..." Diesen Satz konnte Günther Jauch nicht mehr zu Ende sagen, weil Sylvia Schindler protestierend rief: "Ne, also so was nicht!" Statt einer Fußballfrage hätte sie lieber etwas Philosophisches beantwortet. Jauch versprach, dass er extra für sie einen philosophischen Überbau schaffen würde: "Welcher Spieler des 1. FC Köln bewarb sich im Februar mit einem sehenswerten Fallrückzieher für das 'Tor des Jahres 2026'?" Die originellen Antwortmöglichkeiten. H. Offnung, R. Ache, E. Ifersucht, G. Laube?
"Ich kenne nur Sebastian Schweinsteiger und Paul Breitner", gestand Sylvia Schindler (die im Schweinsteiger-Fall nicht ganz den passenden Vornamen nannte). Der Moderator blieb beim Namen Breitner hängen. "Dessen Frisur der 70er-Jahre hängen Sie noch nach", spielte Jauch auf die Haarpracht der Kandidatin an. Sie habe im Vorfeld für ihren Auftritt überlegt, "werde ich Rapunzel, Paul Breitner oder Whitney Houston, und das ist dann irgendwie rausgekommen". Jauch schaute irritiert. Nach dem 50:50-Joker verblieben B und D. Darauf folgte der weibliche Zusatzjoker, der zu B riet. Richtig! Ragnar Ache traf per Fallrückzieher.
Kandidatin rezitiert aus ihren Traum-Tagebüchern
Ein Beweisfoto dokumentierte: Sylvia Schindler führt ein Traumtagebuch. Darin geht es so wild zu, wie man es von einer Romance-Autorin vermuten kann. Gleich zweimal tauchte Günther Jauch als "Traummann" auf. "Eine Schafsherde. Mittendrin steht Günther Jauch." Das Publikum lachte. "Er streckt mir die Hand entgegen und sagt, er wisse, wo ich mich verstecken könne. Bald kommt ein schlimmes Gewitter", rezitiert Sylvia Schindler. "Das haben Sie so schön gesagt", kommentiert Jauch grinsend.
Im zweiten Traum-Date befand sich Schindler in ihrer nächtlichen Fantasie in New York. Die Aufzugtür ging auf und vor ihr stand Günther Jauch. "Sie haben ein Tiramisu, den bieten sie mir an." Dann sagte der Traum-Jauch, "ich soll doch schleunigst mein Hochzeitskleid anziehen, denn wir würden heiraten". Der Moderator lächelte - nun in der Wirklichkeit - gequält. "Herr Jauch, Sie wollten es wissen", glaubte Schindler. Darauf er: "Nein, eigentlich nicht."
4.000 Euro wert: "Welcher Geburtstag wurde am 28. Januar 2026 völlig losgelöst von der Euro-Einführung gefeiert?" 50 Jahre Franc, 60 Jahre Peseta, 70 Jahre Schilling, 100 Jahre Drachme? Jauch staunte über zwei hochkarätige Telefonjoker: Professor Eckhard Freise, der erste WWM-Millionär, und Bill Kaulitz. Sylvia Schindler entschied sich für den Professor, doch dem fiel nur ein, dass es sich beim 28. Januar um den Todestag Karls des Großen handele, bevor die Zeit vorbei war. Günther Jauch kicherte über den wenig hilfreichen Joker.
Bill Kaulitz freut sich über Günther Jauchs Anruf
Der Moderator rezitierte einen Satzteil bedeutungsschwanger: "Völlig losgelöst." Nun erspürte Sylvia Schindler das versteckte Wortspiel. Dankbar wollte sie zum Moderator gehen, doch anders als in den Träumen der Kandidatin wehrte der echte Jauch ab: "Kommen Sie mir bitte nicht zu nahe, sondern lösen Sie diese Aufgabe!" Das tat sie: "Schilling." Richtig, die Rede war vom Pop-Sänger Peter Schilling und seinem größten Hit "Major Tom (Völlig losgelöst)".
Bei der 8.000er-Frage passte die Kandidatin und gab sich mit 4.000 Euro zufrieden. Allerdings wünschte sie sich, dass Bill Kaulitz wenigstens zum Spaß noch angerufen würde. Der hatte nämlich auch einen Traum: Er wolle einmal Telefonjoker sein, so Schindler. Die Freude war groß: "Günther, dass du mich mal anrufst, finde ich aber schön! Herrlich!" Kaulitz votierte - ohne Einfluss auf die abgeschlossene Runde - bei der erneut zitierten 4.000-Euro-Frage korrekt für "Schilling" und freute sich, dass er - theoretisch - richtig lag.
Nicht alle, aber immerhin zwei Träume wurden in der Sendung wahr: Bill Kaulitz durfte Telefon-Joker "spielen" und Sylvia Schindler lernte ihren "Traummann" live kennen.
So schlugen sich die anderen Kandidaten
Zu Beginn der Sendung waren alle Augen auf Tom Wollnik aus Berlin gerichtet. Nach drei Jahren Unterbrechung war er der erste Kandidat, der es zur Millionen-Frage schaffte. Er riskierte allerdings keine falsche Antwort und behielt die halbe Million.
Astrid Ostrau aus Celle in Niedersachsen begann ihren Auftritt aufgeregt und die Nervosität steigerte sich von Frage zu Frage. Sie ging mit 32.000 Euro.
Der Lehrer Tobias Fuchs aus Erkrath in Nordrhein-Westfalen erspielte 64.000 Euro.
Quelle: teleschau – der mediendienst