Mit packenden Spielen nimmt die Fußball-WM gerade so richtig an Fahrt auf. Nicht mehr mit dabei ist dagegen die deutsche Nationalmannschaft. Nach dem enttäuschenden Ausscheiden gegen Paraguay ist die DFB-Elf zum dritten Mal in Folge bei einer WM früh ausgeschieden. "Man gewöhnt sich irgendwann daran, dass man ausscheidet", befand Autor Ronald Reng am Montag im "ZDF-Morgenmagazin". Dabei habe er mit dem Start des Turniers und speziell nach den beiden Siegen gegen Curaçao und die Elfenbeinküste die "Sehnsucht, wieder ein Sommermärchen zu erleben", wahrgenommen.

Doch gegen Paraguay war im Sechszehntelfinale der Traum von einem erfolgreicheren Abschneiden als zuletzt erledigt. "Wir sind schon ein bisschen traumatisiert", sagte eng. Über Kritiker am mittlerweile entlassenen Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann fügte der Journalist hinzu: "Am Anfang waren viele neurotisch, wie nach Gründen gesucht wird." Teilweise hätten Kritiker sogar in der Anreise von Nagelsmanns Mutter einen Grund für das Aus gesucht.

Aus der deutschen Nationalmannschaft: "Das hat viele Leute sehr verstört"

"Da merkt man, dass viele Leute sich sehr emotional damit beschäftigen", beobachtete Ronald Reng das aktuell gespaltene Verhältnis zwischen Fans und der deutschen Nationalmannschaft. Ärgerlich sei besonders eines: "Das Traurige ist, dass die Mannschaft Potenzial hat, aber es nicht zusammen geschafft hat, guten Fußball zu spielen." Diese Diskrepanz würden auch viele Zuschauerinnen und Zuschauer erkennen: "Das hat viele Leute sehr verstört."

Die deutsche Nationalmannschaft zog nach zwei Siegen und einer Niederlage als Gruppenerster ins Sechzehntelfinale ein. Gegen die leidenschaftlich verteidigende Mannschaft aus Paraguay fehlten der DFB-Elf aber beinahe über die gesamte Spielzeit spielerische Mittel. Weil im Elfmeterschießen gleich drei deutsche Schützen das Tor verfehlten, war die Weltmeisterschaft für die deutsche Mannschaft beendet. Trainer Julian Nagelsmann zog Konsequenzen aus dem enttäuschenden Abschneiden und trat zurück. Nun wird Jürgen Klopp als Favorit auf die Nachfolge gehandelt.

Quelle: teleschau – der mediendienst