Eine "Puppe mit nach Hause bringen" und diese "im Garten klarmachen", könne er nicht so einfach, erzählte "Goodbye Deutschland!"-Auswanderer André Sicking (52) in der aktuellen Folge freimütig und kassierte dafür böse Kommentare auf den Social-Media-Kanälen der VOX-Dokusoap: "Was für ein schrecklicher Macho!", hieß es etwa in den Kommentaren oder: "Wie alt ist der?" Der so Beschimpfte reagierte selbst: "6 Jahre alt", Lach-Emoji inklusive. Und einem Kommentator, der ihn als "15-jährigen Testosteronbubi, gefangen im Körper eines Erwachsenen" bezeichnete, antwortete er schlicht mit einem lachenden "Ja, richtig".

Die vor rund drei Jahren gedrehte, jetzt aber erst ausgestrahlte Kanaren-Folge zeigte die neuen Pläne des Tausendsassas, der es auf Teneriffa bereits als Imbissbetreiber, Fotograf, Schmuckdesigner und vieles mehr versucht hatte. Schmuckdesigner war er sogar ziemlich erfolgreich - bis er die Lust daran verlor.

Auswanderer André Sicking: "Ich kann überleben, aber auch nicht mehr"

Inzwischen hatte er für 65.000 Euro 10.000 Quadratmeter Brachland im Süden Teneriffas gekauft und einen ökologischen Gemüseanbau aufgezogen. Gerne würde er damit auch die gehobene Gastronomie der Insel beliefern, hatte bislang allerdings nur private Kundschaft und verdiente lediglich 1.200 Euro im Monat - abzüglich Wasser- und Spritkosten: "Ich kann überleben, aber auch nicht mehr."

Seine Ex-Freundin Nina Unrau (53), die nach einigem Zögern und ein paar Jahren Fernbeziehung mit den gemeinsamen Zwillingen Pepe und Bosse (17) mit auf die Insel gezogen war, schien seine Sprunghaftigkeit ebenso wie seine Sprüche gelassen zu sehen. Beide wirkten gut befreundet und im Reinen miteinander. Zwei Jahre vor dem Dreh hatten sich die beiden getrennt, nun bewohnte sie mit den Söhnen die obere Etage des gemeinsamen Hauses, André die untere, wobei er manchmal auch im Zelt auf seinem Feld schlief. Aber eben stets allein und ohne "Puppe".

"Heiß machen kann ich die Ladys wohl"

Der Auswanderer gab vor den Kameras ein ambivalentes Bild von sich preis. Da waren einerseits die großen Träume, für die er auch bereit war, hart zu arbeiten. Dann aber eben auch diese aus der Zeit gefallenen "Witze". Nina, die sich kurz vorher als Reiseleiterin selbstständig gemacht hatte, führte etwa probeweise vier Urlauberinnen für einen Ausflug mit Permakultur-Einführung zu ihm, die er möglichst "heiß" auf eigenen Gemüseanbau machen sollte. Andrés Kommentar? "Ja, heiß machen kann ich die Ladys wohl."

Dem Gemüseanbau hatte André zu diesem Zeitpunkt zumindest als Hauptbusiness schon wieder abgeschworen. Er jobbte nun 40 Stunden pro Woche auf Baustellen und konzentrierte sich ansonsten auf das Pflanzen von Heilkräutern. Außerdem plante er den Bau von kleinen "Hobbit-Häusern" zur Vermietung.

Seine Leidenschaft fürs Gärtnern scheint aber nach wie vor groß zu sein: Recherchiert man ein wenig, stößt man auf sein Buch "Holistisches Gärtnern", das Kommentaren zufolge "richtig toll" geworden sein soll und das er auf seiner Homepage kostenlos zum Download zur Verfügung stellt - auf Deutsch, Englisch und Spanisch.

Quelle: teleschau – der mediendienst