Trance gilt als ein Zustand, in den sich vor allem Mystiker und Schamanen gerne versetzen. Noch immer bleibt sie im Bewusstsein vieler den indigenen Völkern am Amazonas oder in Afrika vorbehalten. Dabei kann Trance allen helfen, Stresssituationen oder gar Depressionen zu bewältigen - Forscher haben sie, nicht zuletzt dank moderner bildgebender Beobachtungsmethoden, soeben wieder weltweit entdeckt. Der Film von Cécile Denjean (ARTE F, Erstsendung) zeigt neue Entwicklungen bei der Einbindung von Trancezuständen in die Psychiatrie weltweit.

Traditionell werden von Indigenen natürliche Betäubungsmittel wie die Ayahuaska-Liane eingesetzt. Der Film zeigt allerdings, dass es auch ohne geht - durch Bewegung oder Geräusche. Nachgewiesen wurde von Neurologen durch deren Beobachtungen, dass in Trance verschiedene Gehirnareale intensiver miteinander verbunden werden und so ein neuer Bewusstseinszustand entsteht. In der Vergangenheit standen legalisierte religiöse Zeremonien, aber auch schon touristische Abenteuerlust einander entgegen.

Verbote bis in die 90er-Jahre hielten die sinnvolle Verbreitung in medizinischen Bereichen auf. Dass bei allen Behandlungsmethoden eine medizinische Betreuung notwendig ist, liegt auf der Hand. Das alles wird sonst "zu einer Reise, die man nicht kontrollieren kann", wie es im Film so schön heißt.

Trance - Die Heilkraft der inneren Reise - Sa. 09.05. - ARTE: 21.45 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst