Bei "Markus Lanz" äußerten sich Experten wie Ex-Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt und Journalist Frederik Pleitgen sorgenvoll nach dem Auftritt von US-Präsident Donald Trump in Davos. Mit Blick auf Trumps Grönland-Forderung sagte Pleitgen, dass Trump Europa mittlerweile "vor allem als Rivalen zu den USA" sehe und sich bewusst sei, "dass er ziemlich weit gehen kann mit den Europäern". Der Grund? Laut Trump sollen "die Europäer jahrzehntelang auf Kosten der Amerikaner ihre Sicherheit finanziert haben" und "nie genug zurückgegeben haben".

SPD-Politiker Wolfgang Schmidt zeigte sich derweil überzeugt, dass Trump wenig Verständnis für die Europäische Union habe. Lanz widersprach jedoch: "Ich habe das Gefühl, er versteht das ganz genau! Er versteht das zu gut für meinen Geschmack." Schmidt erklärte weiter: "Dass wir freiwillig Macht an so eine komische supernationale Institution abgeben, das ist etwas, was er (...) nicht versteht - im Sinne von: 'Warum tut ihr das?'" Lanz wollte schließlich wissen, warum die Arktis plötzlich so umkämpft zu sein scheint. Dabei verwies Pleitgen auf die langfristige Strategie Moskaus und sagte: "Die Russen militarisieren die Arktis schon lange. (...) Für Russland ist das ein total strategisch wichtiger Ort." Gerade deshalb sei die Region auch für die USA sicherheitspolitisch bedeutend.

Quelle: teleschau – der mediendienst