Auch ein Jahr nach seiner Vereidigung habe Donald Trump weiterhin "glühende Anhänger" in seinem Heimatland. Washington-Korrespondent Elmar Theveßen berichtet am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin" jedoch auch davon, "dass die Stimmung anfängt, gegen ihn zu kippen". Viele seiner Fans täten sich schwer damit, "sich selber einzugestehen, dass sie einem falschen Propheten gefolgt sind".
Aktuell hätten die aufkommenden Zweifel seiner Wählerschaft jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Politik. "Noch kann er machen, was er will", mahnt Theveßen. Ihm zufolge beinhalte "die neue Weltordnung à la Donald Trump", dass der US-Präsident sich "eine eigene Hemisphäre" aufbauen wolle, "die von Grönland bis Kolumbien reicht".
"Er will sich einmischen in die Konflikte dieser Welt"
Zudem unterteile Trump die Welt strikt in zwei Lager: "Jeder, der befreundet sein will mit den USA, muss das tun, was er will und vor allen Dingen den Handel in erster Linie mit den USA treiben - mit niemandem anders. Wer Gegner ist, wer sich nicht da einreihen will, der muss mit Sanktionen, mit Strafen rechnen." Die Zolldrohungen des US-Präsidenten im Zusammenhang mit Grönland seien "ein Paradebeispiel" hierfür.
"Er will sich einmischen in die Konflikte dieser Welt", erklärt Elmar Theveßen. Aus diesem Grund sei es nun essenziell, dass "die Europäer eine eigene Vision, Strategie und Maßnahmen entwickeln, um dagegenzuhalten". Der USA-Experte betont: "Ich glaube, aus diesem Grönland-Streit kommt man nicht raus. Weil ihm geht es nicht wirklich allein um die Frage nach mehr Sicherheit in der Arktis oder Zugang zu den seltenen Erden. Er will es haben - und er hat ein Jahr lang keinen Widerstand bekommen."
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Quelle: teleschau – der mediendienst