Sarah Engels, die am Samstag für Deutschland in Wien den ESC-Titel holen will, gibt bei "Fire" nicht nur gesanglich alles, sondern geht auch volles Risiko bei ihrer Performance ein. Schon vorab machte sie ein Geheimnis um ihren Auftritt, denn seit dem Vorentscheid wollte sie noch Veränderungen vornehmen. Umso überraschter ist das Live-Publikum beim ersten Halbfinale, als sich die Sängerin plötzlich rückwärts von einem Podest in die Tiefe stürzt. Kurz stockt der Atem. Doch als Engels sicher in den Armen ihrer vier Tänzerinnen landet, folgt tosender Applaus.
Der kleine Stunt verfehlt seine Wirkung nicht, ebenso der balladige Anfang. Auf einem Würfel liegend singt Sarah Engels in die Deckenkamera, langsam steigt die Power in der Stimme und der Beat setzt ein. Auf dem Eurovision-Instagram-Kanal bekommt sie dafür viel Zuspruch: Mit "Mega Auftritt", "Einfach nur krass" und "Go Sarah" unterstützen sie die Fans, andere sehen diesmal auf jeden Fall einen Platz unter den Top 10.
Hollywood-Star Will Ferrell schickt einen Videogruß
Überhaupt hält die Halbfinal-Show zum Auftakt der ESC-Woche einige Highlights parat: Vicky Leandros, Gewinnerin von 1972, tritt mit ihrem ersten ESC-Beitrag "L'amour est bleu" auf. Sogar Hollywood-Star und ESC-Fan Will Ferrell schickt einen Videogruß. Außer einigen Zwischenrufen beim politisch umstrittenen Auftritt von Noam Bettan für Israel geht die erste Show reibungslos über die Bühne - ganz nach dem ESC-Motto "United by Music".
Victoria Swarovski in roter Glitzerrobe und Michael Ostrowski führen gut gelaunt und multilingual durch die Eröffnung. In Anlehnung an den ESC vergangenes Jahr in Basel präsentieren sie eine klamaukige "Austria vs. Australia" Musical-Nummer zur Überbrückung der Abstimmungsphase.
Trotzdem hat das Moderatoren-Duo am Ende die unliebsame Aufgabe, fünf der 15 Halbfinalisten nach Hause zu schicken. Für Estland, Portugal, Montenegro, Georgien und San Marino reichen die Zuschauerstimmen nicht aus. Bei Letzterem hilft nicht einmal Boy George als "Superstar"-Unterstützung. Am Samstag auf den Sieg hoffen dürfen hingegen Griechenland, Finnland, Belgien, Schweden, Moldau, Israel, Serbien, Kroatien, Litauen, Polen - und natürlich Deutschland.
Quelle: teleschau – der mediendienst