Auf der riesigen Bühne steht Star-DJ Steve Aoki, davor tanzen und feiern tausende Menschen - und das alles in einer kleinen, unscheinbaren Gemeinde am Niederrhein. Seit 2015 wächst auf dem Gelände eines ehemaligen britischen Militärflughafens in Nordrhein-Westfalen eine ganze Stadt aus dem Boden. Drei Tage lang tauchen die Besucherinnen und Besucher des Parookaville in eine andere, musikalische Welt ab. Wie die knapp 13.000 Einwohnerinnen und Einwohner von Weeze seit mehr als zehn Jahren eines der größten Musikfestivals Europas auf die Beine stellen und was Jahr für Jahr mehr als 200.000 Feiernde nach NRW zieht, zeigt die neue WDR-Reportage "Parookaville - Das größte Festival in NRW".

Bevor Elektromusik-Fans aus aller Welt nach Weeze kommen, beginnt für die Veranstalter die Arbeit schon Wochen vorher: Bühnen und die Campingplätze müssen vorbereitet und die Stadt darum herum errichtet werden. Dazu zählen beispielsweise ein Rathaus, in dem alle ihren "Pass" bekommen, ein Postamt, ein eigener Supermarkt oder eine Kirche, in der jedes Jahr ein Paar standesamtlich heiraten darf. Die Reportage begleitet das glückliche Parookaville-Brautpaar. Gleichzeitig gibt Filmemacherin Marén Thomas nahbare Einblicke in die Arbeit der Organisatoren und der vielen lokalen Unternehmen, die das Großereignis auf die Beine stellen, sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Initiator Bernd Dicks wurde unter anderem vom "Tomorrowland" in Belgien inspiriert. Dieses zählt mit jährlich mehr als einer halben Million Besucherinnen und Besuchern zu den am meisten besuchten EDM-Festivals der Welt. Zwei Jahre lang plante der ehemalige WDR-Reporter mit zwei Freunden, bevor das Parookaville erstmals stattfand und bereits 40.000 Musikfans anzog.

Parookaville - Das größte Festival in NRW - Fr. 10.07. - WDR: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst