Die WM 2026 aus den USA, Mexiko und Kanada geht mit Karacho weiter. Am Samstag, 20. Juni, treffen die Niederlande zunächst auf Schweden, ehe ab 22 Uhr die deutsche Nationalelf gegen die Elfenbeinküste kickt. Das ZDF überträgt bereits an diesem großen Fußballabend ab 18 Uhr. Wem das schnuppe ist, der findet durchaus spannende Alternativen - auch im linearen TV. Wir stellen drei Filme vor.
"James Bond 007 - Lizenz zum Töten" (VOX, 20.15 Uhr)
Um die Filme wieder dem Stil von Ian Flemings Romanen anzunähern, sollte Timothy Dalton 1987 in "The Living Daylights" (deutscher Titel: "Der Hauch des Todes") bei seiner Nachfolge von Sean Connery und Roger Moore "mehr Ernst und weniger Sex" walten lassen. In "Lizenz zum Töten" (1989), der nun um 20.15 Uhr bei VOX wiederholt wird, trieben Regisseur John Glen und sein Hauptdarsteller diese Entwicklung noch weiter.
Soeben stand James Bond (Timothy Dalton) noch in Florida als Trauzeuge am Altar, als sein Freund Felix Leiter (David Hedison), seine große Liebe Della (Priscilla Barnes) heiratete. Zuvor konnte Agent 007 dem Bräutigam auch noch helfen, den skrupellosen Drogenbaron Sanchez (Robert Davi) dingfest zu machen. Doch Sanchez gelang die Flucht aus dem Gefängnis und revanchierte sich mit einem brutalen Anschlag auf das frisch vermählte Paar. Der sonst so kühle Bond hat fortan nur noch Rache im Sinn. Obwohl die Behörden ihn zurückpfeifen wollen, indem sie ihm vorsorglich die Lizenz zum Töten entziehen, macht er sich in Zentralamerika auf die Suche nach seinem Gegner. Er überwirft sich sogar mit seinem Vorgesetzten M (Robert Brown).
Unterstützung - nicht ganz freiwilliger Art - findet er in der CIA-Pilotin Pam Bouvier (Carey Lowell). Irgendwie gelingt es Bond, in Sanchez' inneren Kreis vorzudringen, wo er der schönen Lupe (Talisa Soto) begegnet. Der Drogenboss ist derweil im Begriff, sein zentralamerikanisches Imperium mit einem asiatischen Syndikat zusammenzulegen, was seine verbrecherische Macht ins Unermessliche steigern würde.
"Ferdinand - Geht STIERisch ab!" (SAT.1, 20.15 Uhr)
Das Motto "Sei du selbst" gilt immer. Egal wann, egal wer. - Das ist die kurze, aber prägnante Botschaft des bunten Abenteuers "Ferdinand - Geht STIERisch ab!" (2017), das nun um 20.15 Uhr bei SAT.1 wiederholt wird. "Rio"-Regisseur Carlos Saldanha hat mit der Umsetzung einer wundervollen Buchvorlage (und eines magischen Disney-Kurzfilms) einen Animationsfilm gedreht, der humor- und liebevoll die Geschichte eines Stieres erzählt, der so ganz anders ist, als alle es von ihm erwarten.
Stiere sind in der Regel muskelbepackte Kraftpakete, die vor Aggression nur so strotzen. Doch Ferdinand liebt Blumen und hasst Gewalt. Schon als Jungbulle interessieren ihn die Rivalitätskämpfe der anderen Bullen nicht. Auch als ausgewachsener Stier ist er friedfertig und herzensgut. Als er aber von einer Biene gestochen wird, stürmt er durch das Dorf und zerstört aus Versehen alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Alle halten Ferdinand für gefährlich, und so wird er kurzerhand dazu verdonnert, in der Arena zu kämpfen. Wie kommt er nur aus dieser Nummer wieder heraus?
Die deutsche Synchronisation leistete ganze Arbeit. Man spürt vor allem die Verbundenheit von Daniel Aminati zu seinem tierischen Leinwandpendant. Die Mischung aus unglaublich witzigen Charakteren und Szenen sowie ein recht rasantes Tempo lassen keine Langeweile aufkommen. Mitfiebern und Humor sind garantiert, und die kleinen und großen Kinder gehen mit einem wohligen Gefühl und einer wichtigen Botschaft ins Bett.
"Star Trek: Treffen der Generationen" (ZDFneo, 20.15 Uhr)
Das ist der Film, in dem Captain Kirk sein Leben lassen musste. Zweifellos war es 1994 an der Zeit, von der alten Crew des "Raumschiffs Enterprise" im Kino nach sechs Filmen Abschied zu nehmen. Sie waren korpulenter geworden und langsamer. Und auch der Tod, selbstverständlich im Kampf, ist ein würdiger Abgang für den verdientesten Kapitän eines Raumkreuzers, den es je gegeben hat. Es gibt wohl nur wenige Trekker, die Captain Kirk (William Shatner) und seinen Nachfolger Captain Picard (Patrick Stewart) aus der TV-Reihe "Star Trek - Das nächste Jahrhundert" gleichermaßen schätzen. Zu unterschiedlich sind sie. Kirk war ein resoluter Kämpfer, der zu keinen Kompromissen bereit war, ging es darum, dem Guten zum Sieg zu verhelfen. Picard reagiert emotionaler, ein Feingeist im All. 1994 ließ sie das Drehbuch von Ronald D. Moore und Brannan Braga aufeinander treffen: "Star Trek: Treffen der Generationen" wird nun um 20.15 Uhr bei ZDFneo wiederholt.
Bösewicht Soran (Malcolm MacDowell) träumt davon, in den "Nexus" zurückzukehren, ein wanderndes Energiefeld, das außerhalb der Zeit liegt. Vorher zerstört er noch ein Sonnensystem, und Millionen von Menschen lassen ihr Leben. Captain Picard weiß nicht, was er tun soll. Im Nexus trifft er auf Kirk und bittet ihn um Hilfe. Kirk sagt ihm Unterstützung zu, und beide wollen mit einem Zeitsprung die geschehene Katastrophe rückgängig machen. Im finalen Kampf verliert Kirk sein Leben. Dass der neue "Enterprise"-Kapitän Picard mit einem einzigen (!) Mann alleine nicht fertig wurde und daher indirekt Mitschuld am Tode Kirks trug, haben ihm viele Trekker bis heute nicht verziehen. Natürlich bietet auch "Star Trek VII" feine Unterhaltung. Wenig Science-Fiction diesmal, aber viel Action und humorvolle Dialoge.
Quelle: teleschau – der mediendienst