Die WM 2026 aus den USA, Mexiko und Kanada geht mit Karacho weiter. Am Montag, 29. Juni, trifft die deutsche Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale auf Paraguay. Anstoß ist um 22.30 Uhr. Das ZDF berichtet bereits ab 18 Uhr - es steht zunächst die Übertragung des Spiels Brasilien gegen Japan (19 Uhr) auf dem Programm. Wem das schnuppe ist, der findet an diesem Abend durchaus spannende Alternativen - auch im linearen TV. Wir stellen drei Filme vor.

"Transformers: Ära des Untergangs" (ProSieben, 20.15 Uhr)

Sam Witwicky ist Geschichte. Und seine Kumpanin Mikaela ebenfalls. Für die Nachfolge-Trilogie des Spielzeug- und Comic-Franchise' "Transformers" engagierte der Meister des Krachs, Michael Bay, einen komplett neuen Cast, der Shia LaBeouf und Megan Fox beerben sollte. Viele Neuerungen brachte das zwar nicht mit sich, erfolgreich war "Transformers: Ära des Untergangs" (2014) trotzdem: Der vierte Teil spielte bei Produktionskosten von 210 Millionen Dollar über eine Milliarde ein. ProSieben zeigt den Action-Kracher jetzt als Wiederholung um 20.15 Uhr.

Der Endkampf des dritten Teils, die im nun wiederholten Teil vier als legendär geltende "Schlacht von Chicago", ist die einzige Brücke zwischen neuer und alter Trilogie der Reihe. Optimus Prime, der Anführer der gutwilligen Autobots, hat sich in Texas verschanzt und wird dort als rostiger Truck von der neuen Hauptfigur in Bays Ballerparadies gefunden und wieder fit gemacht. Cade Yeager (Mark Wahlberg) heißt dieser Garagen-Tüftler, der sich nebenbei auch um seine 17-jährige Tochter Tessa (Nicola Peltz) kümmern muss. Dass Optimus Prime nicht weiter für die Menschheit kämpft, sondern sich verstecken muss, hat einen guten Grund: Die Agenten der CIA machen Jagd auf ihn und seine Spezies.

"Steirerblut" (ARD, 22.45 Uhr)

"Steirerblut" (2017) war der erste ORF-Landkrimi aus der Steiermark, den das Erste nun um 22.45 Uhr wiederholt. Die junge LKA-Kommissarin Sandra Mohr (Miriam Stein) wird darin von ihrem Grazer Vorgesetzten Sascha Bergmann (Hary Prinz), einem zynischen Macho, in ihr altes Heimatdorf St. Anna beordert. Es hat dort einen grausamen Mord an einer Journalistin gegeben, und Bergmann erwartet sich von Stein hilfreiches Wissen. Für Sandra wird dieser Auftrag allerdings in mehrfacher Hinsicht eine Zumutung. Vor Jahren hatte sie die abgelegene Ortschaft mit Bedacht verlassen, nun muss sie sich nicht nur mit einer erschreckenden Gewalttat, sondern vor allem auch mit ihrer schwierigen Vergangenheit auseinandersetzen.

Die Tote, Reporterin aus Leoben, hatte eine Enthüllungsstory über Amtsmissbrauch und Vetternwirtschaft schreiben wollen, kurz vor der Wahl käme jedoch ein Skandal für Matthias Leitgeb, den umstrittenen Bürgermeister des Ortes (August Schmölzer), äußerst ungelegen. Sein Neffe, der Polizeichef Max Leitgeb (Thomas Stipsits) entsorgt daher schon mal allerlei Beweismittel im Laptop und macht sich obendrein auch noch frech an Sandra heran, seine Jugendliebe aus vergangenen Tagen.

Regisseur Wolfgang Murnberger schrieb mit Susanne Freund auch das Drehbuch nach dem gleichnamigen Steirerkrimi von Claudia Rossbacher. Murnberger richtete das Augenmerk insbesondere auf größtmöglichen Realismus, bis hin zur ehrlich tristen Raumausstattung à la Ulrich Seidl. Alles sollte "so Steirisch wie möglich" sein. Inzwischen sind 13 weitere Krimis aus der Steiermark erschienen. Der letzte wartet aktuell noch auf seine deutsche Erstausstrahlung.

"Polizeiruf 110: Lauf oder stirb" (MDR, 20.15 Uhr)

"Polizeiruf 110: Lauf oder stirb", so hieß 1996 der zweite Fall mit Jaecki Schwarz als Kommissar Schmücke, den der MDR nun um 20.15 Uhr wiederholt. Im Film von Matti Geschonneck (Regie) und Peter Probst (Buch) werden Schmücke und sein Kollege Schneider (Wolfgang Winkler) nachts zu einem Tatort gerufen. Alles deutet auf einen Autounfall mit Fahrerflucht. Aufgrund einer Vermisstenanzeige identifizieren die Kommissare den unbekannten Toten als den berühmten Läufer Andrej Naumow, der Mitte der 80er-Jahre ein Aushängeschild der sowjetischen Leichtathletik war. Mit seiner gleichfalls berühmten Schwester Olga hatte er an einem City-Lauf in Halle teilnehmen wollen. Bei den Ermittlungen entpuppt sich Olgas Mann und Manager als äußerst skrupellos. Rund um den Citylauf erschweren mysteriöse Vorgänge und die harte Konkurrenz der Veranstalter die Ermittlungsarbeiten der Kommissare.

Bis 2013 ermittelten Schmücke und Schneider in insgesamt 50 Fällen in der Umgebung von Halle (Saale) und Erfurt. Noch im selben Jahr traten Claudia Michelsen als Kriminalhauptkommissarin Doreen Brasch und Sylvester Groth als Kriminalhauptkommissar Jochen Drexler ihre Nachfolge an. Groth verließ die Reihe nach fünf Fällen und wurde von Matthias Matschke als Kriminalhauptkommissar Dirk Köhler in sechs Filmen bis 2019 und anschließend Pablo Grant als Kriminalobermeister Günther Marquez (neun Fälle bis 2025) ersetzt. Ein 23. Film unter dem Arbeitstitel "Polizeiruf 110 - Die Unerhörten" ist bereits abgedreht.

Quelle: teleschau – der mediendienst