In der Diskussion über die Teilnahme des Musikers Gil Ofarim am RTL-Dschungelcamp hat jetzt auch die Mitstreiterin Nicole Belstler-Boettcher den Sänger kritisiert. "Wie er da gelogen hat, das finde ich ganz übel. Für mich sind das Sachen, die kann man nicht machen", sagte die 62-jährige Schauspielerin ("Marienhof") der Bild-Zeitung. Weiter sagte sie: "Man kann doch nicht lügen und riskieren, dass jemand seinen Job verliert. Und es ist erst zwei Jahre später herausgekommen. Das ist ein No-Go."

Womöglich ist Gil Ofarim der polarisierendste Teilnehmer der neuen Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" (RTL). 2021 erhob er schwere Vorwürfe gegen ein Leipziger Hotel und behauptete, aufgrund seiner jüdischen Herkunft diskriminiert worden zu sein. Es kam zum Gerichtsprozess. Der Skandal führt nicht nur zu Boykott-Aufrufen, sondern auch zur Frage, ob dem 43-Jährigen das gleiche Schicksal wie Martin Semmelrogge (2023) und Bert Wollersheim (2016) widerfahren wird: die Verweigerung der Einreise nach Australien.

Australien lehnt Angeklagte und Verurteilte ab - muss sich Gil Ofarim sorgen?

Wer nach Australien reisen möchte, muss sich mit den Voraussetzungen und verschiedenen Visa beschäftigen. "Wir können Ihnen die Einreise nach Australien verweigern, wenn Sie in Australien oder im Ausland strafrechtlich verurteilt oder angeklagt wurden. Wir können Ihr Visum jederzeit widerrufen, wenn Sie die charakterlichen Anforderungen nicht mehr erfüllen", informiert das australische Innenministerium auf seiner Webseite.

Der deutsche Rockmusiker und Dschungelcamp-Teilnehmer Gil Ofarim musste sich 2023 vor Gericht behaupten. (Archivbild)
Hendrik Schmidt/dpa

Dem Schauspieler Martin Semmelrogge wurde 2023 kein Visum ausgestellt - seine Dschunglecamp-Teilnahme platzte. Verkehrsdelikte und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sammelte er schon früh im Laufe seines Lebens und saß in verschiedenen Haftanstalten ein, wie der NDR zusammenfasst.

Auch Rotlichtkönig Bert Wollersheim hatte Probleme. Im Jahr 2016 wurde ihm die Einreise nach Australien verweigert, weil er zu viel Bargeld mitführte. Bei der Kontrolle am Flughafen prüften die Beamten seine Vorstrafen und stießen dabei auf einen alten Haftbefehl, so t-online.de. Das führte dazu, dass auch er nicht am Dschungelcamp teilnehmen durfte.

"Belästigen, schikanieren, einschüchtern": Australien will kriminelle Handlungen reduzieren

Gil Ofarim gestand im Gerichtsverfahren wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung und zahlte ein Bußgeld. Es erfolgte laut Medienberichten kein Eintrag ins Strafregister, womit Ofarim auch nicht vorbestraft sei und nichts zu befürchten habe. Die Einreiseerlaubnis erfolgt je nach Einzelfall. Die Liste des australischen Innenministeriums zu den Kriterien ist lang. Unter anderem heißt es zum Einreiseverbot auch:

"Ihr bisheriges und gegenwärtiges kriminelles oder allgemeines Verhalten zeigt, dass Sie keinen guten Charakter haben.
Der Minister (oder sein Beauftragter) hat den begründeten Verdacht, dass während Ihres Aufenthalts in Australien die Gefahr besteht, dass Sie sich an kriminellen Handlungen beteiligen, eine andere Person belästigen, schikanieren, einschüchtern oder stalken." RTL stellt letztlich klar: "RTL plant fest mit ihm im Dschungel und rechnet nicht mit Problemen bei der Einreise."

Kritik an Gil Ofarim im Dschungelcamp - ehemalige Gewinnerin fordert Spenden 

Seit der Verkündung der Dschungelcamp-Kandidaten regt sich Widerstand in den sozialen Netzwerken. Kritiker werfen dem Sender vor, Ofarim eine Bühne zu bieten. "Ok, die erste Staffel, die ich nicht gucken werde. Gil ist für mich einfach nicht tragbar mit dem, was er getan hat", lautet ein Kommentar unter der Instagram-Ankündigung von @ichbineinstar.rtl. 

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"Ofarim? Euer Ernst?", schreibt eine Frau entsetzt und ein Mann kündigt ebenfalls den Boykott an: "Dieses Jahr ohne mich, wegen Gil." Eine Frau hofft "auf vernünftige Einordnung vom Sender". Andere Fans des Formats freuen sich auf die neue Staffel - unabhängig von der Teilnahme Ofarims.

Ob der Boykott tatsächlich Auswirkungen auf die Einschaltquoten haben wird, bleibt abzuwarten. Gegenüber Bild äußerte Ex-Dschungelcamp-Königin Sarah Knappik den Vorschlag, Ofarim solle einen großen Teil seiner Gage an diejenigen spenden, die er geschädigt hat.

"Es hat sich vieles verändert" - Ofarim will sich von neuer Seite zeigen

"Ich kann nicht in die Vergangenheit gehen und Dinge ungeschehen machen", sagt Ofarim in einem Interview mit RTL. "Was ich nur machen kann, ist aufstehen und von vorne anfangen." Mit seiner Rückkehr in die Öffentlichkeit möchte der Musiker noch einmal neu anfangen und sich authentisch zeigen. Im Dschungel möchte er beweisen, dass mehr hinter ihm steckt als nur der große Skandal.

Ebenso macht er im Interview darauf aufmerksam, dass er sich gewandelt habe. "In den Jahren, in denen ich von der Bildfläche weg war, hat sich vieles verändert in meinem Leben", behauptet er. "Ich habe mich weiterentwickelt. Alles andere werden die Zuschauer selbst entscheiden."

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