Bei "Markus Lanz" äußerte sich AfD-Chef Tino Chrupalla kritisch zum Irankrieg. Dabei machte er deutlich, dass er es für einen "völkerrechtswidrigen Krieg" halte, in dem er "keine Exit-Strategie" sehe. "Will man einen Regime-Change erzeugen? Das sehe ich einfach nicht", so der Politiker. Laut Chrupalla sei die AfD generell gegen einen Regime-Change, da "diese Umbildung von Regierungen (...) vom iranischen Volk selbst kommen" müsse. Der ZDF-Moderator wollte daraufhin wissen: "Sind das Kriegsverbrechen, die die Israelis (...) und die die Amerikaner begehen?" Chrupalla nickte: "Das sind Kriegsverbrechen, natürlich. (...) Wenn man eine Mädchenschule trifft, ist das ein Kriegsverbrechen - ganz klar."

Eine Steilvorlage für den ZDF-Moderator, der weiter fragte: "Sehen das alle so in Ihrer Partei?" Der AfD-Chef antwortete schwammig: "Ob das alle in unserer Partei so sehen, das kann ich nicht beurteilen und bewerten. (...) Wir als Bundestagsfraktion haben diese Position." Der AfD-Chef kritisierte daraufhin nicht nur die israelische Regierung, sondern auch US-Präsident Donald Trump. Er stellte klar: "70 Prozent der Amerikaner wollen (...) keine weiteren Kriege. (...) Und das muss er im Endeffekt seinen Wählern erklären." Chrupalla wetterte abschließend weiter, dass unter Trump ein "dritter Weltkrieg" drohe: "Ich bin maßlos enttäuscht von Donald Trump, das sage ich ganz offen, was seine Wahlversprechen angeht und seine Ankündigungen."

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Quelle: teleschau – der mediendienst