Mit einer Mischung aus sizilianischem Temperament, sportlichem Ehrgeiz und ganz viel italienischer Seele eröffnet Aron (25) die Karlsruher Runde. Da sein Vater aus der Region Licata auf Sizilien stammt, beschreibt sich Aron selbst augenzwinkernd als "50 Prozent Kartoffel, 50 Prozent Spaghetti". Der Pflegeassistent macht schon vor dem ersten Gang klar: Zweiter werden ist für ihn keine Option. "Nummer zwei zu sein, ist langweilig", sagt der ehemalige baden-württembergische Landesmeister im Boxen. Und genauso kämpferisch wie im Ring geht Aron auch am Herd ans Werk - mit üppigen Zutaten und einer "riesenriesenriesengroßen Portion Amore".

Motto: Reise durch Sizilien - Meine Herkunft in Aromen

  • Vorspeise: Aubergine / Tomate / Reis / Hackfleisch / Erbse
  • Hauptspeise: Pasta / Salsiccia / Schweinebauch / Ragù / Aubergine
  • Nachspeise: Cannolo Siciliano / Ricotta / Pistazie / Zitrone

"Das war Sizilien in Karlsruhe"

Dabei bekommt Aron Unterstützung von seiner Verlobten Tülay, die verrät: "Für ihn ist alles eine Challenge". Die beiden wirken eingespielt, herzlich und temperamentvoll - genau wie das Menü, das Aron seinen Gästen serviert. Besonders stolz ist er auf seine Arancini. Die frittierten Reisbällchen hat er von seinem Vater gelernt. "Du kannst mich nachts um drei wecken, ich mach dir die genauso", sagt er. Ganz klar: Für Aron ist Kochen Erinnerung und Heimat.

Bei der Pasta macht er natürlich keine Kompromisse. "Worauf wir Italiener achten: Welche Nudel passt zu welcher Soße?", erklärt er seinen Gästen streng. Kurze Nudeln zu Vongole? Für ihn ein absolutes No-Go. Auch kleine Details sind ihm wichtig - etwa die Parmesanrinde im Ragout, die extra Aroma bringt. Sein Ragout hat es ohnehin in sich: Schweinebauch, Salsiccia und Rindfleisch sorgen für ordentlich Wumms auf dem Teller.

Doch nicht alle Gäste sind komplett überzeugt. Vor allem Anna (42) und Freddy (46) empfinden das Ragout fast schon als "eine Komponente zu viel". Auch beim Salzgehalt der Pasta gibt es Diskussionen. Freddy findet: "An der Grenze."

Trotzdem bleibt die Stimmung locker. Immer wieder sorgt Aron mit seiner direkten Art für Unterhaltung. Sein bester Freund beschreibe ihn treffend als jemanden, der "beschützen und aufbrausen" kann, so der Gastgeber. Katja (58) zeigt sich zwischendurch jedoch etwas reservierter. Die Arancini hätten sie "nicht abgeholt", meint sie ehrlich. Dafür kann sie beim Dessert nicht anders, als zu loben: "Der Nachtisch ist bombe."

Am Ende kann sich Arons Auftakt der feiertagsbedingter Vier-Tage-Woche jedenfalls sehen lassen: 24 von 30 Punkten. Ob es am Ende tatsächlich für Platz eins reicht, bleibt offen. Aber eines hat Aron in Freddys Worten geschafft: "Das war Sizilien in Karlsruhe."

Quelle: teleschau – der mediendienst