Markus (36) ist ein großer Erdmännchen-Fan, seit er ein halbes Jahr in Kapstadt verbracht hat. Die possierlichen Tierchen finden sich überall in seiner Wohnung in Griesheim - und als Tattoo auf seinem Arm. Dass auch die Vorbereitungen zum "perfekten Dinner" mit der Kamera begleitet werden, wird dem Personalleiter in einer Anwaltskanzlei erst jetzt richtig bewusst: "Ich habe lange Zeit überhaupt nicht so genau drüber nachgedacht, dass ich nicht nur kurz interviewt werde, sondern den ganzen Tag im Fernsehen zu sehen bin."

Und das, obwohl er die VOX-Sendung seit der ersten Folge regelmäßig schaut. Der Erste der Woche zu sein, findet er dafür super: "Einfach schon, weil ich danach eine Woche lang jeden Abend entspannt irgendwo essen gehen kann." Wie Markus auf sein Menü-Motto "Pfiat enk!" kam? "Meine Stieffamilie, die kommt aus Südtirol." Zu der pflegt er ein sehr enges Verhältnis. Und schmecken tut die Südtiroler Küche auch, wie er seinen Gästen mit folgenden Gerichten beweisen will:

  • Vorspeise: Schlutzer - Spinat / Ricotta / Butter
  • Hauptspeise: Lampl - Lamm / Kartoffel / Brokkoli /Portwein
  • Nachspeise: Schmarrn - Kaiserschmarrn / Apfel / Preiselbeeren

Turina (35) ist ganz froh, erst am Donnerstag dran zu sein: "Es wäre für mich eine Katastrophe, wenn ich heute als Erste kochen müsste." Auch Petra (66) gibt zu: "Ich war froh, dass ich nicht die Erste war."

Überraschung beim Aufeinandertreffen

"Ich bin sehr gespannt, ob man irgendjemanden über ein paar Ecken herum kennt", überlegt Markus, denn Darmstadt ist manchmal halt doch ein Dorf. Tatsächlich kennen sich Turina und Susanne (39) vom Kindergarten. "Beim Holen und Bringen der Kinder sieht man sich", erklärt Turina den anderen. Susanne fügt hinzu: "Wir kommen aus dem gleichen Ort." Das Eis ist nach dem ersten Aufeinandertreffen jedenfalls schnell gebrochen.

Warum seine Schlutzkrapfen in Südtirol so heißen, erklärt Markus: "Der Name kommt daher, dass die quasi in den Mund schlutzen." Die Teigtaschen sind mit Spinat und geräuchertem Ricotta gefüllt. "Das hat mir richtig gut geschmeckt", mag Petra das Rauchige. Auch die anderen haben nicht viel auszusetzen am gelungenen Menü-Start.

Püree genügt den Ansprüchen nicht

Zwischendurch Geständnisse am Tisch: Max (28) kannte "Das perfekte Dinner" eigentlich gar nicht. Warum er sich trotzdem beworben hat: "Es war absolut auf meiner Bucket-List: Ich wollte einmal ins Fernsehen." Er beruhigt die anderen: "Ich koche natürlich auch gerne."

"Lamm kann auch ein Risiko sein", weiß der Gastgeber. Petra und Susanne macht Markus mit seinem Lammkarree tatsächlich weniger glücklich. Aber: Die beiden probieren alles, was auf den Teller kommt. Besonders Wert legt Markus auf ein perfektes Püree: "Das wäre natürlich ärgerlich, wenn das heute nicht so gut klappt. Weil das ist eigentlich meine Paradedisziplin." Die Konsistenz stellt ihn nicht zufrieden: "Es wirkt mir ein bisschen schleimiger als normalerweise." Er wird nervös. Dann beginnt er beim Blick auf den feuchten Püreehaufen im Topf zu lachen: "Es ist wirklich grotesk, wie der geworden ist." Hilft nichts, die Gäste haben Hunger.

Kaiserschmarrn schadet der Figur

Markus tischt auf, neben dem Hauptgang auch seine Selbstkritik: "Ich kann auf gar keinen Fall das Kartoffelpüree so wie der jetzt ist so verkaufen, als ob ich den so machen wollte." Petra versteht die Aufregung nicht: "Ich weiß nicht, wie er sonst sein Kartoffelpüree macht, aber ich fand es gut." Max meint: "Wenn er nichts dazu gesagt hätte, hätten wir das nicht erkannt."

Den Kaiserschmarrn mit selbstgemachtem Apfelmus und Apfelmus-Zimt-Eis hält Markus für einen einfachen Nachtisch. Umso besser soll er natürlich gelingen, um die Gäste zu beeindrucken. "Die Anmeldung beim 'perfekten Dinner' hat auf jeden Fall meiner Figur nicht gutgetan", verrät er Max, der ihm über die Schulter schaut. "Ich bin schon lange auf der Suche nach dem perfekten Kaiserschmarrn-Rezept." Perfekt ist es vielleicht noch nicht, aber schmecken tut es.

"Absolut ein guter Start in die Woche", lobt Petra den ersten Gastgeber. Das spiegelt sich auch in den 35 Punkten wider, die die anderen in den kommenden Tagen erst toppen müssen.

Quelle: teleschau – der mediendienst