Bereits im ersten Teil des neuen ZDF-Zweiteilers von Cristina Trebbi und Susanne Utzt aus der "Terra X"-Reihe "Vergessenes Wissen" wurde deutlich, wie umsichtig frühere Generationen mit ihrer Umwelt umgingen. Daraus ergibt sich eine spannende Frage: Können unsere Vorfahren als Vorbilder für ein nachhaltigeres Leben dienen? Die Dokumentation gibt teils überraschende Antworten.

Der Beitrag widmet sich unter anderem der Frage, ob vieles, was heute als neu gilt, in Wahrheit längst bekannt war und lediglich in Vergessenheit geraten ist. In der zweiten Folge reicht der Blick von den Höhlenwohnungen Spaniens bis in das Japan der Edo-Zeit. Dabei zeigt sich, dass nachhaltiges Handeln keineswegs eine Erfindung der Moderne ist, sondern tief in der Geschichte verwurzelt liegt.

Lange bevor technische Kühlung verbreitet war, sorgten durchdachte Bauweisen in Spanien für angenehme Temperaturen ganz ohne Klimaanlagen. Auch Japan überzeugt mit einem historischen Null-Abfall-Prinzip, das als frühes Beispiel funktionierender Kreislaufwirtschaft gelten kann. Darüber hinaus richtet die Reihe den Fokus auf den Bodensee, wo bereits im Mittelalter Fangquoten eine verantwortungsvolle Nutzung der Fischbestände sicherten. Ebenso zeigen indigene Feuerpraktiken in Kanada sowie die schwimmenden Azteken-Gärten in Mexiko, wie einfache und ressourcenschonende Methoden helfen können, Naturgefahren zu begegnen. All diese Beispiele machen deutlich, dass viele Antworten auf die Herausforderungen der Gegenwart in den Erfahrungen vergangener Zeiten zu finden sind.

Beide Folgen der "Terra X"-Reihe können ab Mittwoch, 15. April, in der ZDF-Mediathek gestreamt werden.

Terra X: Vergessenes Wissen - Das Erbe der Ahnen - So. 26.04. - ZDF: 19.30 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst