"Guess who's back?" Mit dieser Liedzeile ("Was meinst du, wer wieder da ist?") von Rap-Ikone Eminem feierten die Spieler des FC Bayern letzte Woche, als sie sich erstmals seit Jahren wieder für das DFB-Pokalfinale qualifizierten. Und mit diesem Spruch hätte auch Kader Loth feiern können. Denn sie durfte in die Sala von "Kampf der RealityAllstars" (RTLZWEI) zurückkehren. In der ganzen freudigen Aufregung fiel ihr dann aber nur ein anderes Liedzitat ein. Sie wählte nicht Eminem, sondern Schlager-Legende Roy Black: "Schön ist es, auf der Welt zu sein."

Die selbsternannte Reality-Queen ist zurück und hat sich viel vorgenommen: "Die Feinde werden wegrasiert!" Das setzte sie auch gleich um. Aber wie war es überhaupt dazu gekommen, dass Reality-Urgestein Kader ("Ich bin seit 28 Jahren im Business!") wie Phoenix aus der Asche der Ausgeschiedenen emporsteigen durfte?

Schuld ist: Matthias Mangiapane. Denn der zog neu ein und bekam gleich die Macht zur Auferstehung eines zuvor Geschassten. Matthias gilt selbst den stutenbissigsten Realitystars als einer der Größten ihrer Zunft. "Wenn einer Allstar ist, dann Matthias", meinte etwa Sam Dylan. Diesen Respekt hatte er vor dem zweiten Neuen, der an Land gespült wurde, nicht. Gino Bormann. Da urteilte Sam eher unfreundlich: "Aus welcher Versenkung kommen denn hier die Leute?" Von Gino hatte zwar auch Cecilia Asoro "noch nie im Leben was gehört", dafür durfte er an Matthias' Seite den Comeback-Initiator spielen.

Schäfer Heinrich wird zum "Opferlamm der RealityAllstars"

Bei den Geschassten stand auch Schäfer Heinrich. Der war in der Nacht zuvor in der "Stunde der Wahrheit" über die Wupper gegangen. Nicht wegen einer Exit-Münzensammlung, sondern weil er am Ende der "Safety-Kette" stand. Und den Letzten, das dürfte vor allem ein Herdenhüter wissen, den beißen halt die Hunde. Es war keiner da, dem das Bleiben des Schäfers besonders wichtig gewesen wäre.

Deshalb hatten die Tränen, die Elena Miras in Strömen vergoss, auch was Krokodilhaftes an sich. "Hätteste mal mich genommen", meinte der Schäfer noch kühl, als sich Elena tränennass von ihm verabschieden wollte. Aber jetzt hatte der Schäfer die Chance, vom "Opferlamm der Sala" zum Rückkehrer zu werden. Denn mit Kaders Reanimation war noch nicht Schluss ...

Kader durfte zudem entscheiden, welcher Star aus der Sala mit den anderen Gefeuerten um seinen Platz kämpfen musste. Im Spiel "Hodenlose Frechheit". Moderatorin Arabella Kiesbauer sah darin "deine Chance auf Rache", und Kader war entschlossen, sie zu nutzen. "Ich nehme eine Person, die schon längst hätte beweisen müssen, dass sie nicht nur zum Sitzen da ist." Serkan Yavuz schwitzte schon, aber der Kelch ging an ihm unerwarteterweise vorüber. Kader wählte Yeliz Koc! Matthias Mangiapane nickte ob der Wahl wohlwollend: "Yeliz gehört zum toten Mobiliar. Die kann nichts, die ist nichts."

Matthias Mangiapane giftet gegen Yeliz Koc: "Totes Mobiliar. Die kann nichts."

Das bewies Yeliz auch gleich. Vorm derben Spiel um eklige Speisen und schleimige Tauchaktionen winkte sie ab. Auf Essen hatte sie "keine Lust". Schon im Dschungelcamp habe sie bei jeder Essensprüfung versagt. Wer aber nicht artig aufaß, durfte nicht im Glibbertümpel nach Sternen tauchen, mit denen man den Kontrahenten die Comeback-Chance vermiesen konnte. "Einfach mal schlucken", rief Paco Herb noch aufmunternd, als die fermentierte Stinkebohne vorgesetzt wurde, aber nicht mit Yeliz: "Nee, schlucken ist schwer bei mir."

Gut, dass sich Yeliz und Paco schon zuvor als ehemals Datende geoutet und von ihrem kurzen, aber komplizierten Liebesleben berichtet hatten. "Da schläfste schon beim Smalltalk ein", hatte Paco über Yeliz gewitzelt. Ihre Retourkutsche: "Bei dir schläft man bei anderen Sachen ein." Weitere pikante Enthüllungen dürften ausbleiben - denn Yeliz flog bei "Hodenlose Frechheit" als Erste raus. Und ging mit Groll auf Kader: "Für mich ist sie ne alte Hexe."

Im Showdown der Loser ging Loona gegen Heinrich in Führung, dann griff der Schäfer zum ultimativen Boss-Move: Er gab auf! Da war aber die heiße Luft am Brennen bei den Allstars! "Unter aller Sau!", "Bodenlos!", "Großes Kino mit nem sehr schlechten Film!", "Warum hast du überhaupt gespielt?", "Das ist unfair denen gegenüber, die zurückwollten". Sogar Arabella Kiesbauer tadelte: "Das ist eines Allstars nicht würdig." Alles richtig, aber der Schäfer zog sein Ding durch und ging.

"Mission Maulwurf": Kann Serkan Yavuz Kader Loth wieder loswerden?

Loona kehrte ins Camp zurück und machte das, was sie am besten kann und mag: nicht auffallen. Das wurde dann auch an der "Wand der Wahrheit" bestätigt. Bei der Frage "Wer ist der größte Selbstdarsteller, wer schiebt sich für Sendezeit am meisten in den Mittelpunkt" wurde sie auf dem letzten Platz gerankt.

Am anderen Ende auf Platz eins: Georgina Fleur, und die freute sich auch noch. Über die "Belohnung", dass sie mittels Knopf im Ohr mit Anweisungen "ausgebremst" und zum leise Reden oder Schweigen verdonnert wurde, freuten sich eher die anderen. Paco: "Wenn die ihre Klappe hält, ist Weihnachten, Silvester und Geburtstag zusammen." Elena: "Das ist die schönste Version von Georgina!"

Schöne Versionen? Die erkennen Serkan und Kader nicht voneinander. Sie zofften mehrfach. Serkan sah sich (zurecht) auf Kaders Abschussliste. Aber vielleicht ist der Realitygott ihm gnädig? Jedenfalls haben ihn die KDRAS-Fans auserwählt, "Maulwurf" zu spielen. Sollte er das gut machen und nicht entlarvt werden, winkt ihm Safety in der "Stunde der Wahrheit" - und der Freibrief, einen Mitbewohner aus der Sala zu kicken. Hat - schon wieder - Kaders letztes Stündlein geschlagen?

Quelle: teleschau – der mediendienst