Soll man jetzt eigentlich von Schlagfertigkeit oder - um im Vorhand-Rückhand-Sprech zu bleiben - lieber von Schlagkraft sprechen? Auf jeden Fall steht von der ersten Spielminute an der mittlerweile bereits elften "Wer stiehlt mir die Show?"-Staffel auf ProSieben fest, dass Andrea Petkovic, die Ex-Weltranglisten-Neunte im Tennis, Joko Winterscheidt in seiner Sendung noch mächtig ins Schwitzen bringen wird.

Es ist eine sehr sympathische Mischung aus Einsatzwillen, Kampfgeist, aber vor allem Charme und spontan platzierten lockeren Sprüchen, die das Show-Debüt von Andrea Petkovic auszeichnen. Und das Beste dabei: Der Auftritt auf der für die frühere Spitzensportlerin ungewohnten Bühne scheint ihr richtig leicht zu fallen und Spaß zu machen.

"Du bist eigentlich überqualifiziert für ProSieben"

Schon bei der Vorstellungsrunde wird klar, dass die heute 38-Jährige eine Bereicherung für die Quizsendung ist. Immerhin hat Petkovic die Schule einst mit einem Einser-Abitur abgeschlossen, um Antworten ist sie nie verlegen. Falsch-Antworten und Rückschläge nimmt sie sportlich - und macht dann einfach vorwärtsblickend weiter. "Du bist eigentlich überqualifiziert für ProSieben", stellt Joko Winterscheidt schnell fest.

Weitere Überraschungen folgen. Denn "Wer stiehlt mir die Show?" verblüfft auch zum Staffel-Auftakt wieder mit originellen Einfällen, immer witzigen Spielideen sowie irren Kostümen und Kulissen. Und für mächtig Aufsehen sorgt dann noch die Wildcard-Kandidatin.

Die 25-jährige Hamburgerin Lotti, die aktuell in Wien Medizin studiert, aber eigentlich unbedingt fest im Fernsehen durchstarten müsste, ist eine Wucht. Und sie scheut sich auch nicht, gleich mal Joko die Zähne zu zeigen. Als Motivation, die Show zu übernehmen, sagt sie unverblümt zum Moderator: "Ich finde, deine Sendezeit ist abgelaufen." Das hat gesessen!

Lotti schickt zuerst Till Reiners, dann Nico Santos nach Hause

So was kann man sagen, wenn man sich dann auch großartig schlägt ... Und das schaffte Lotti mit Leichtigkeit. Sie zeigt ihren männlichen Promi-Mitkandidaten die Grenzen auf: ZDF-KomikerTill Reiners muss nach der Gewinnstufe eins, "The Voice"-Juror Nico Santos nach der zweiten Runde gehen.

Und dann überrascht Lotti auch noch mit einem kuriosen Sondertalent: Die Wildcard-Kandidatin kann erstaunlich gut Trauben mit dem Mund fangen - und zwar aus allen möglichen Distanzen, wie Joko Winterscheidt bewundernd demonstriert. Der Moderator entfernt sich beim Zuwerfen immer weiter und kann nur staunen, wie Lotti mit ihrem Mund jede Traube aus der Luft schnappt.

Lotti schafft es bis ins Halbfinale, muss sich dann aber Andrea Petkovic geschlagen geben und gehen. "Lotti, du warst ein Highlight dieser Staffel, die heute erst angefangen hat", schmachtet sie Joko noch an. Und der formstarke Tennisstar, der zuvor unter anderem bei einer musikalischen Zeitreise zurück in die Hitparaden-Zeit von Dieter/Joko Thomas Heck mit einer eleganten Karaoke-Nummer geglänzt hatte, sieht das ganz genau so. Mehr noch, Petkovic sagt ganz offen zu Joko, dem sie im Finale gegenübersteht: "Lotti war eine schwierigere Konkurrentin als du." Auch das hat gesessen!

"Tut mir leid, wenn ich das Spiel verstanden habe"

Im Finale zeigt sich, dass die Leistungssportlerin das Zeug zum Sieg hat. Den Gegner verunsichern, das kann sie! Katrin Bauerfeind, die wie üblich die Moderation der Schlussphase übernimmt, durchschaut ihren Siegeswillen schnell: Petkovic würde Joko quälen.

Andrea Petkovic zieht mit allen drei entscheidenden Spielmünzen in die Endrunde gegen (Noch-)Showmoderator Joko. Und sie weiß sofort, was gefordert ist: routiniertes Zocken. "Tut mir leid, wenn ich das Spiel verstanden habe", meint sie noch frech. Doch dann geht es darum, selbst zu punkten und Joko Punkte abzunehmen.

Bis ganz kurz vor Schluss gelingt das auch bestens. In einem Herzschlagfinale geht es dann darum, einen US-Sport-Superstar zu erkennen und dem richtigen Team zuzuordnen. Der Matchball-Moment: Andrea Petkovic weiß, dass Travis Kelce, der Partner von Taylor Swift und Tight-Ends-Spieler bei den Kansas City Chiefs, gemeint ist. Dumm nur: Joko weiß das auch. Er landet damit den entscheidenden Punkt und darf seine Show noch behalten - bis auf Weiteres. Denn in der nächsten Woche muss er die Sendung erneut aufs Spiel setzen.

Quelle: teleschau – der mediendienst