Diana (33) wohnt seit ein paar Wochen mit Familie und Kater Toulouse in Ittersdorf, einem ländlichen Örtchen im Kreis Saarlouis. Eigentlich studiert sie Latein und Theologie auf Lehramt, ist aber gerade in Elternzeit. "Mein Mann hatte schon etwas länger den Gedanken, mich beim 'perfekten Dinner' anzumelden, um mich etwas leiden zu sehen", erzählt Diana. Die Anmeldung schickte er am selben Tag ab, an dem sie den Kaufvertrag fürs Haus beim Notar unterzeichneten - schließlich ist ja jetzt genug Platz verfügbar. Deshalb muss David (32) als Schnibbelhilfe ran: "Da ich meine Frau ja angemeldet habe für 'Das perfekte Dinner', war das die notwendige Konsequenz."

"Ich koche sehr gerne französisch", verrät die Gastgeberin, die schon als Kind mit ihrer Mutter in der Küche stand. Ihr Menü-Motto lautet "La vie est belle", mit folgenden drei Gängen:

  • Vorspeise: Coquille Saint-Jacques / Flute / Sellerie
  • Hauptspeise: Coq au vin / Tagliatelle / Gemüseturm
  • Nachspeise: Lavendel infused Crème brûlée / Himbeere

"Ich bin dein Geburtstagsgeschenk", begrüßt Manuel (34) Geburtstagskind Timo (nun 36) beim Interview. "Das Leben ist schön - das ist doch toll! Vor allen Dingen heute", gefällt Timo das Motto zu seinem Ehrentag. Außerdem passt es perfekt zur Saarland-Woche: "Das ist ja hier gelebte grenzüberschreitende deutsch-französische Freundschaft."

Niemand soll sich vor der Suppe ekeln

"Ich bin heute wirklich extrem aufgeregt, weil ich mich tatsächlich etwas beeilen musste heute beim Kochen", wirkt die Gastgeberin weniger entspannt als erwartet. Ein Lavendel-Getränk soll die Gäste auf den "Provence-Abend" einstimmen. Bei der Begrüßung fällt die Anspannung ab - und natürlich bekommt Timo sein wohlverdientes Geburtstagsständchen.

"Ich habe mich sehr drauf gefreut, diese Selleriecremesuppe zu machen, weil die sehr lecker ist, und wurde gestern etwas geschockt", hadert Diana mit ihrer Vorspeisenwahl. Denn Sandra (52) verriet, dass sie Cremesuppen hasst. "Ich möchte bitte nicht, dass sich jemand ekelt", bietet Diana Sandra gleich an, die Suppe stehenzulassen. Doch die beharrt darauf: "So schlimm ist es definitiv nicht. Ich probiere die." Alle beobachten sie gespannt. Sandras Fazit: "Ich habe ja eigentlich nur ein Problem mit der Konsistenz. Geschmacklich ist sie sehr gut."

"Wie bei Omi zu Hause"

Ihr klassisches Coq au vin bereitet Diana mit Maishähnchen zu, "weil das einfach ein bisschen saftiger ist". Für die Vegetarier hat sie sich eine aufwändige Alternative aus Jackfruit und Reispapier überlegt, die optisch genauso wie das Hühnchen aussieht. "Dürfen wir dir über die Schulter schauen?", schleichen sich Timo und Manuel in die Küche. "Der Geruch hat mich so ein bisschen umgehauen. Das war so wie bei Omi zu Hause", freut sich Timo schon auf die Hauptspeise. "Brust oder Schenkel?", fragt die Gastgeberin. Timo nimmt die Brust - vielleicht die falsche Wahl: "Die beiden mittleren Stücke waren ein kleines bisschen zu trocken." Großen Anklang findet hingegen die Veggie-Alternative. "Es schmeckt unfassbar gut", schwärmt Greta (22).

Die Crème brûlée mit Lavendel bezeichnet Diana als ihren Angstgegner: "Die ist leider ein paar Mal in die Hose gegangen, ist aber leider eines meiner Lieblings-Desserts." Lavendel im Dessert ist ohnehin mit Risiko verbunden: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass mindestens einer dabei sein wird, der das nicht so toll findet." Aber nein, alle kommen mit dem Blumigen gut klar. Nur die obligatorische Zuckerkruste knackt nicht genug.

"Es ist niemand weggelaufen", und das sieht Diana als Kompliment für ihr Essen. Greta und Manuel geben ihr für die vegetarische Version jeweils zehn Punkte, von den anderen gibt es nur minimalen Abzug. Und so übernimmt Diana mit 37 Punkten die Führung.

Quelle: teleschau – der mediendienst