Tom Wollnik aus Berlin stand schon zu Beginn seines Comebacks vor einer Sensation: Es war bereits knapp drei Jahre her, dass ein Kandidat die Eine-Million-Euro-Stufe erreicht hatte. Nun war es wieder so weit. Mit entsprechend viel Applaus wurde der Überhangkandidat vom "Wer wird Millionär?"-Studiopublikum empfangen.

Vor der Millionen-Frage zeigte ein Video den Weg von Wollnik zu dieser höchsten Stufe der RTL-Quizshow. Dann interviewte Günther Jauch den Kandidaten. Befragt nach seinem Schlaf in der zurückliegenden Woche verriet Tom Wollnik: "Die erste Nacht war noch schwierig, dann war alles gut, ich habe mich auch gefreut auf die Sendung und letzte Nacht war wieder Aufregung." Zudem habe seine "Risikotoleranz stark abgenommen". Er nur auf die Millionenfrage antworten, wenn er "sehr sicher" sei.

Günther Jauch berichtete, er werde oft gefragt, ob sich "so einer in der Woche nochmal wahnsinnig auf die Sendung" vorbereiten würde und dass er davon abraten würde. Auch Wollnik sparte sich dies, weil er sonst "nach der kleinsten Nadel im größten Heuhaufen" suchen würde.

Wenig überraschend wurde deutlich, dass er die Millionenfrage nicht auf dem Schirm hatte. Es ging auch inhaltlich um Geld, wenn auch um sehr kleine Beträge: "Von welcher Euromünze befanden sich laut EZB Anfang 2026 die wenigsten Exemplare im Umlauf?" 2 Euro, 50 Cent, 20 Cent, 5 Cent?

"Ich bin Ihnen sehr dankbar, denn Sie machen es mir sehr einfach: Ich weiß es nicht, ich müsste raten und das traue ich mich nicht", entschied Tom Wollnik. Doch so leicht wollte der Moderator es im nicht machen ...

Günther Jauch motivierte den Kandidaten, intenstiv nachzudenken. "Es gibt wahrscheinlich von den kleinen und den großen viel, weil die häufig rausgegeben werden. Von den mittleren - vielleicht so 50 Cent - würde ich denken, dass es nicht so viele gibt", überlegte Tom Wollnik. Daher würde er - theoretisch - die 5-Cent-Münze wählen.

Jauch erkannte den Denkfehler des Kandidaten: "Aber wir suchen die, wo die wenigsten Exemplare ..." Wollnik begriff: "Vielen Dank." Jauch konnte es kaum fassen: "Toll, er hat die Frage falsch gelesen, super!" Wollnik sinnierte: "Das passiert nicht nur bei der 500-Euro-Frage anscheinend." Er würde nun 20 Cent denken, doch wollte er lieber passen.

"Und Sie gehen mit läppischen 500.000 Euro nach Hause, die man jetzt in Sekunden verdoppeln könnte", versuchte Jauch ihn zu ködern. Vergeblich: "Ich finde, 500.000 Euro ist ein sehr schöner Gewinn", blieb Wollnik standhaft.

Dennoch war Günther Jauch neugierig, wie die Zuschauer entschieden hätten. Ein simulierter zweiter Publikumsjoker kam zum Einsatz. Das Ergebnis wäre auch dann unbrauchbar gewesen, wenn Wollnik es real hätte nutzen dürfen: 20 Prozent waren für A, ebenso viele für B. C hielten 24 Prozent für wahrscheinlich, D bekam 36 Prozent der Stimmen.

Die kleine Mehrheit (5 Cent) lag ebenso falsch wie Tom Wollnik mit 20 Cent gelegen hätte: Richtig wäre 50 Cent. Jauch klärte auf: "Die 2-Euro-Münze gibt es knapp über 8 Milliarden mal, die 20-Cent-Münze über 14 Milliarden Mal. Die 5-Cent-Münze gibt es sogar über 25 Milliarden mal und die 50-Cent-Münze gibt es von den vieren am seltensten - gerade 7,5 Milliarden mal."

Tom Wollnik freute sich verständlicherweise dennoch: Eine halbe Million Euro kann er gerade gut gebrauchen. Er hat einen Kredit für eine neue Wohnung abzubezahlen.

So schlugen sich die anderen Kandidaten

Astrid Ostrau aus Celle in Niedersachsen erspielte 32.000 Euro.

Der Lehrer Tobias Fuchs aus Erkrath in Nordrhein-Westfalen ging mit 64.000 Euro.

Sylvia Schindler nutzte bei der 4.000-Euro-Frage den ersten WWM-Millionär, Professor Eckhard Freise als Joker. Der konnte allerdings nicht helfen. Sie kam selbst auf die Lösung. Mit dieser Summe ging sie auch, da sie die 8.000er-Hürde nicht riskierte. Ihr zweiter Telefonjoker durfte zum Spaß noch ans Telefon, auch wenn es nichts mehr zu gewinnen gab: Bill Kaulitz!

Quelle: teleschau – der mediendienst