Donald Trump hat eine zweiwöchige Waffenruhe im Iran angekündigt. Zuvor hatte der US-Präsident ein Ultimatum gestellt, über das am Dienstagabend bei "Markus Lanz" rege diskutiert wurde. Dabei eckte vor allem CSU-Politiker Alexander Hoffmann mit seiner Meinung an: "Wir sollten das nicht so diskutieren, als gäbe es den Iran als internationale Bedrohung nach diesem Militärschlag. Der Iran war auch vorher schon eine internationale Bedrohung für die gesamte westliche Welt."

Als er auf das "Szenario" zu sprechen kam, "wie es gewesen wäre, wenn die Mullahs die Atombombe hätten und dann die Straße von Hormus zumachen", fiel ihm der Moderator jedoch ins Wort. "Herr Hoffmann, Entschuldigung, Sie sagen das jetzt zum wiederholten Male - ich muss da einmal kurz dazwischen." Lanz verwies auf Tulsi Gabbard, die Koordinatorin der amerikanischen Geheimdienste, die sich "ausdrücklich von diesem Narrativ" distanziere.

Gabbard zufolge sei es "totaler Quatsch, dass die kurz davor waren, die Bombe zu bauen". Der ZDF-Talker fragte sich: "Warum erzählen wir den Leuten ständig, da gibt es irgendwo eine Bombe und die ist kurz davor, gezündet zu werden?" Netanjahu tue dies "seit 30 Jahren". Lanz räumte ein: "Ich verstehe, dass man Angst haben muss vor diesem Regime." Er wolle nicht relativieren. "Aber offensichtlich scheint diese Information nicht zu stimmen - und offensichtlich ist dieser Angriff, zumindest, was die Begründung für den Angriff angeht, auf einem Haufen Lügen aufgebaut."

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Quelle: teleschau – der mediendienst