Über 60 Jahre ist es mittlerweile her, dass Regisseur Terence Young mit seinem ersten Agenten-Thriller "James Bond jagt Dr. No" einen Überraschungserfolg landete und einem damals relativ unbekannten Schauspieler namens Sean Connery der internationale Durchbruch gelang. Nach seiner hinreißenden und überaus erfolgreichen Premiere als Agent im Dienste ihrer Majestät durfte er schon bald wieder die Welt retten: VOX zeigt am Donnerstag, 5. März, 20.15 Uhr, Youngs zweiten Bond-Film, "James Bond 007 - Liebesgrüße aus Moskau" (1963).
Der smarte Geheimagent, den Connery so elegant wie kein anderer verkörperte, soll in Istanbul der jungen Russin Tatjana (Daniela Bianchi) die Flucht in den Westen ermöglichen und dafür von ihr den Zugang zur neuen sowjetischen Dechiffriermaschine "Lector" erhalten. Doch das ist nur ein abgekartetes Spiel von Dr. Nos Verbrecherbande, um 007 zu erledigen. Die will nämlich den Tod ihres Anführers rächen. Mit Qs (Desmond Llewelyn) Spezial-Koffer bewaffnet, macht sich James Bond mit der Lizenz zum Töten auf den Weg nach Istanbul. Ziel: die Dechiffriermaschine ergattern und Tatjana außer Landes schaffen.
James-Bond-Zukunft ist ungewiss
Die zahlreichen Action-Szenen, in denen sich die Gegner Helikopter- und Schnellboot-Verfolgungsjagden liefern, bedeuteten für Terence Young damals fast das Ende seiner steilen Karriere: Während der Dreharbeiten stürzte er zusammen mit einem Kameramann aus einem Hubschrauber ins Meer. Doch sie überlebten durch reines Glück den Unfall unverletzt. Viele Szenen, die in den 60er-Jahren das Publikum begeisterten, wirken heute zwar reichlich antiquiert, waren aber eine große Herausforderung für die einstigen Special-Effects-Fachleute.
Die größte Herausforderung für das erfolgreiche Franchise ist derzeit die Frage nach einem neuen Hauptdarsteller: Wer wird nach Daniel Craigs letztem Auftritt in "Keine Zeit zu sterben" (2021) der nächste James Bond? Seit der Übernahme der kreativen Kontrolle über die "James Bond"-Reihe aus den Händen der Eigentümer-Familie Broccoli durch Amazon MGM Studios sind die Karten neu gemischt. Klar dürfte sein: Amazon wird das ohnehin monumentale Kinofranchise weiter ausbauen. Bei der Frage nach der Besetzung der Hauptrolle beschwichtigt Amazon indes: James Bond bleibe männlich und britisch. Mit Regisseur Denis Villeneuve ("Dune") und Drehbuchautor Steven Knight ("Peaky Blinders") steht zumindest das Kreativ-Team für "Bond 26" bereits fest.
Quelle: teleschau – der mediendienst