Regisseur Steven Spielberg hat in seiner Karriere einige der berühmtesten Filme über Außerirdische gedreht. Nun macht die Hollywood-Legende deutlich, dass ihn das Thema nicht nur auf der Leinwand fasziniert. Zum Start seines neuen Films "Disclosure Day" erklärte der 79-Jährige, er sei überzeugt, dass Außerirdische die Erde bereits besucht hätten - und womöglich noch immer hier seien.

Auf die Frage von CBS News, ob er glaube, dass außerirdische Wesen schon einmal auf der Erde gewesen seien und vielleicht sogar weiterhin unter uns lebten, antwortete Spielberg ohne Zögern: "Aufgrund der Indizien, die ich im Laufe meines ganzen Lebens gesammelt habe, all der Menschen, denen ich zugehört habe, aller Dokumentarfilme, die ich je gesehen habe, und all der Zeugenaussagen im Kongress, die ich gehört habe, bin ich fest davon überzeugt, dass sie hier waren und dass sie hier sind." Dann legte der Regisseur sogar noch nach: "Und wer weiß, vielleicht waren sie schon immer hier."

Spielberg über Aliens: "Ich verdiene es, sie zu sehen"

Die Aussagen kommen nicht überraschend. Kaum ein anderer Filmemacher hat sich so intensiv mit außerirdischem Leben beschäftigt wie Spielberg. Bereits in "Unheimliche Begegnung der dritten Art" (1977) machte er UFOs zum zentralen Thema. Später folgten mit "E.T. - Der Außerirdische" (1982) und "Krieg der Welten" (2005) weitere Science-Fiction-Klassiker, die seine Faszination für das Unbekannte widerspiegelten. Auch "Disclosure Day" kreist um dieses Thema. Im Mittelpunkt steht ein Whistleblower, der versucht, eine angebliche Regierungsverschwörung aufzudecken. Sein Ziel: Beweise dafür ans Licht zu bringen, dass Behörden Wissen über außerirdisches Leben bewusst geheim halten.

Die Hauptrollen übernehmen Josh O'Connor, Emily Blunt, Colman Domingo und Colin Firth. Blunt spielt eine Meteorologin aus Kansas City, deren Leben plötzlich aus den Fugen gerät, nachdem sie unerklärliche Fähigkeiten entwickelt. "Der Film nimmt die Perspektive der Gläubigen ein, oder der Neugierigen, derer, die davon tief betroffen sind", erklärte Spielberg. "Der Figur von Emily Blunt (Margaret Fairchild) ist, wissen Sie, etwas zugestoßen. Sie hat keine Ahnung, was es ist. Sie muss versuchen zu verstehen, warum es ihr Leben auf den Kopf gestellt hat."

Auch religiöse Fragen greife der Film auf, wie Spielberg erklärte. "Disclosure Day", so der Regisseur, beschäftige sich auch mit der Frage, welche Bedeutung außerirdisches Leben für traditionelle Glaubensvorstellungen hätte: "Ist Gott nur auf diesem Planeten unser Gott? Oder ist Gott ein Gott für jedes System, in dem es Zivilisation und intelligentes Leben gibt, und sogar für sich entwickelndes Leben?"

Während Spielberg auf der Leinwand weiter nach Antworten auf die großen Fragen des Universums sucht, wartet er privat offenbar noch immer auf ein persönliches Zeichen aus dem All. Auf die Frage, ob er jemals selbst etwas Paranormales erlebt habe, schüttelte er den Kopf. "Ist das nicht schrecklich?", sagte er im CBS-Interview lachend. "Das habe ich verdient! Ich verdiene es, sie zu sehen", so Spielberg. "Ich bin ihr Botschafter, und sie haben sich mir noch nicht gezeigt? Das verstehe ich nicht."

Quelle: teleschau – der mediendienst