Vanessa Mai und Lola Weippert verbindet nicht nur ihre schwäbische Herkunft, sondern offenbar auch die Erfahrung, dass der Dialekt im Berufsleben zum Hindernis werden kann. Während Schlagersängerin Mai sich das Schwäbische nach eigener Aussage gezielt abgewöhnte, hätte Weipperts Dialekt beinahe eine berufliche Chance verhindert, wie die beiden in ihrem Podcast "Schön laut", erzählen.

Sowohl beim Singen als auch im Alltag hat sich Mai das Schwäbische mit der Zeit "voll abtrainiert". Als sie sich alte Interviews von sich anschaute, kam sie zu dem Entschluss, dass sie "auf keinen Fall" so weiterschwäbeln wolle. Vor allem das Wort "Zaubertrank", das in ihrer ersten Single immer wieder vorkam, konnte sie anfangs nicht richtig aussprechen.

"Ich habe es richtig geübt", erzählt die 34-Jährige im Podcast. Ganz verloren hat sie ihren Dialekt allerdings nicht. Wenn sie wolle, könne sie noch immer schwäbeln. "Du redest ganz anders", heißt es heute, wenn Mai auf alte Bekannte trifft.

"Das ist abgefahren": Weippert über Nachteile des Schwäbelns

"Aber das ist abgefahren, wie einem teilweise das Schwäbische einen Strich durch die Rechnung machen kann", pflichtet Weippert ihr bei. Die 30-Jährige kommt ebenfalls aus dem Schwabenland: Geboren wurde sie in Rottweil, südlich von Stuttgart und rund 150 Kilometer von Mais Geburtsstadt entfernt. Ihr Dialekt hätte dabei sogar beinahe ihre Karriere beeinflusst. "Ich habe auch so doll geschwäbelt, dass ich fast einen Moderationsjob nicht bekomme hätte."

Der Sender habe damals argumentiert, dass das Programm deutschlandweit ausgestrahlt werde und es deshalb "nicht funktionieren" würde. Mai reagiert darauf mit einem Scherz: "Sei froh, dass du keinen Untertitel brauchst." Weippert selbst sieht ihren Dialekt heute jedoch positiv. Sie findet es schön, "wenn man noch ein bisschen seinen Ursprung raushören kann".

Quelle: teleschau – der mediendienst