Er selbst ernährt sich weder vegan noch vegetarisch. Dennoch erklärt Tim Mälzer im Interview mit der Agentur teleschau: "Ich halte vegane und vegetarische Ernährung für die intelligenteste Entscheidung, die man heute im Allgemeinen treffen kann." Gleichzeitig gibt der Starkoch zu bedenken: "Der Mensch ist der Mensch, und Veränderungen sind schwer."
Wer "diesen Prozess" missachte und nur Forderungen stelle - etwa die nach einer Ernährung ohne Tierprodukte - werde letztlich "keine Veränderung schaffen", mahnt Mälzer. Ihn selbst störe "dieses Moralinsaure", betont der 55-Jährige: "So machen wir eher einen großen Schritt zurück, wenn jeder, der sich eine Verfehlung leistet, automatisch ein Sünder ist. So hart müssen wir ja nicht sein." Vor allem für "die Älteren" seien Veränderungen häufig schwierig. Zwar hätte die ältere Generation "das Recht, ein bisschen in ihren Strukturen zu bleiben", glaubt Mälzer - ein Recht auf Starrsinn gebe es allerdings nicht.
"Ich wollte einfach mal kurz nach den Werten meines Lebens gucken"
Ab Sonntag, 12. April, dürfte Mälzer selbst wieder vor laufender Kamera Fisch und Fleisch auftischen. Zum "Kitchen Impossible"-Staffelauftakt reist der Gastronom nach Marokko und Portugal. Im weiteren Verlauf der elften Staffel des VOX-Formats muss sich Mälzer unter anderem im Hamburger Drei-Sterne-Restaurant Haerlin, auf Mallorca, in Frankreich sowie am österreichischen Attersee beweisen.
Erstmalig wird der "Kitchen Impossible"-Star in einigen Folgen von seinem Kollegen Roland Trettl vertreten. Dies ist einer mehrmonatigen Auszeit geschuldet, die sich Mälzer im vergangenen Jahr nahm. Er fahre "schon seit vielen Jahren ein sehr hohes Tempo", erklärt der Hamburger dazu im teleschau-Interview. "Ich wollte einfach mal kurz nach den Werten meines Lebens gucken: Was bedeutet mir wirklich etwas, wo laufe ich nur mit?" Einen solchen Prozess, betont Mälzer, durchlaufe man "nicht an einem langen Wochenende auf Sylt".
Quelle: teleschau – der mediendienst