Moderator Thomas Gottschalk hat eine schwere Krebserkrankung publik gemacht. Das prominente Fernseh-Urgestein mit Wurzeln in Oberfranken hatte zuletzt mehrfach für unfreiwillige Schlagzeilen gesorgt. 

"Ich glaube, es wird Zeit, dass wir die Karten auf den Tisch legen. Ich habe Krebs", äußerte sich der langjährige "Wetten, dass..?"-Moderator nun in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung, das er zusammen mit seiner Ehefrau Karina gab.

Thomas Gottschalk hat Krebs - "ein seltener, bösartiger Tumor"

"Thomas hatte vor knapp vier Monaten eine schwere, komplizierte Krebsoperation", erklärte Gottschalks Frau Karina. "Die Diagnose war heftig. Epitheloides Angiosarkom. Ein seltener, bösartiger Tumor, der von den Zellen der Blutgefäße ausgeht. Thomas wurde sofort operiert."

Gottschalk hat in einem Interview über eine Krebserkrankung gesprochen. (Archivbild)
Philipp von Ditfurth/dpa

Ihr Mann sei dann noch ein weiteres Mal operiert worden und nehme bis heute starke Medikamente zu sich. "Erst bei der Bambi-Verleihung realisierten wir, welche Nebenwirkungen diese Medikamente haben", äußerte Gottschalks Ehefrau.

Der Entertainer selbst sagte der "Bild" weiter: "Ich war nicht darauf vorbereitet, dass mir jemals so etwas passieren könnte. Mit diesen Tabletten fühle ich mich, als würde ich mit meinem Kopf in einer Waschmaschine stecken. Ich kannte mich so selbst nicht. Inzwischen weiß ich, das sind die Schmerzmittel", konstatierte Gottschalk, der 1950 in Bamberg geboren wurde und seine Kindheit und Jugend in Kulmbach verbrachte.

Verwunderung nach Fernsehauftritt von Gottschalk

Am Freitagabend hatte Gottschalk erneut bei einem Fernsehauftritt für Erstaunen gesorgt. Zwei Wochen nach seiner viel kritisierten Bambi-Moderation wurde er diesmal selbst ausgezeichnet, und zwar mit dem österreichischen TV-Preis Diamant-Romy. Bei der Preisverleihung in Kitzbühel wirkte er verwirrt, seine Stimme zitterte teilweise. Der Entertainer war offensichtlich unter anderem von der ihm zur Verfügung stehenden Zeit irritiert.

Schon bei der Bambi-Gala hatte er teils desorientiert gewirkt und sich verhaspelt. Warum hatte der kranke Entertainer die Romy-Verleihung nicht abgesagt?

Zu "Bild" sagte Gottschalk: "Dann wäre noch mehr Häme über mich hereingebrochen. Außerdem bin ich alte Schule und erfülle meine Verpflichtungen." Er habe überlegt, die Medikamente vor dem Auftritt abzusetzen, aber das hätten ihm seine Ärzte untersagt. "Bei der Romy habe ich gemerkt, es hat keinen Sinn. Ich kann nicht mehr auftreten. Ich muss gesund werden", erklärte der 75-Jährige.

Ehefrau zu Urteilen über Gottschalk: "War für mich die Hölle"

Gottschalks Ehefrau Karina saß bei der Veranstaltung in Kitzbühel im Publikum und verfolgte die Reaktionen des Publikums laut "Bild" mit Tränen in den Augen. Auch in den sozialen Netzwerken wurde über den Auftritt geurteilt. Karina Gottschalk sagte der Zeitung: "Das war für mich die Hölle, weil ich ja die Wahrheit kenne. Am liebsten hätte ich jeden angeschrien: Nein, es geht uns nicht gut. Vor allem Thomas geht es nicht gut. Er ist schwer krank!"