Florence Gaub ist ein optimistischer Mensch. Wieso das so sei, wisse die Zukunftsforscherin selbst nicht - aber sie "habe eine Tendenz dazu", an Happy Ends zu glauben, wie sie im Podcast "M wie Marlene" verrät. Gleichzeitig ahne die Politikwissenschaftlerin: "Das nervt auch manche."
Auch Podcast-Gastgeberin Marlene Lufen kann ein Lied über Menschen mit Hang zum Pessimismus singen. "Du kannst dich ja wahnsinnig darüber verbinden mit anderen Leuten, indem du gemeinsam alles ganz schlimm findest", merkt der "SAT.1-Frühstücksfernsehen"-Star an. "Das ist auch sowas, was ich beobachte bei uns in Deutschland, gerade so Menschen, die es zu Wohlstand gebracht haben und die irgendwie immer Angst haben, dass sie zu viele Steuern zahlen."
Lufen betont: "Kein Mensch möchte gerne was abgeben. Ich auch nicht - aber ich glaube an die Idee des Steuerzahlens." Dass sich vor allem Wohlhabende immer wieder "verbrüdern" und beschließen würden, Deutschland zu verlassen, könne sie nicht nachvollziehen: "Wo wollen sie denn hin?"
Florence Gaub: "Dann wandert halt aus nach Lateinamerika"
Die Debatte um Steuerflucht sei "super nervig", pflichtet Florence Gaub ihrem Gegenüber bei. "Das mit dem Weggehen aus Deutschland - wenn ich das noch einmal höre, das macht mich verrückt." Sie selbst bleibe "da, wo meine Liebsten sind, weil wir gehen durch diesen Mist wenn dann zusammen", betont die NATO-Militärstrategin. "Ich würde gar nicht woanders sein wollen. Das verstehe ich einfach nicht. Dann wandert halt aus nach Lateinamerika." Wer denke, dass es auf dem "Kontinent mit der höchsten Kriminalitätsrate der Welt" besser sei als in Deutschland, täusche sich: "Da fällt mir auch nichts mehr ein."
Jeder Mensch solle "das machen, was er möchte", räumt indessen Marlene Lufen ein. "Aber ich kenne so viele Leute, die nach Mallorca ausgewandert sind", schildert die Moderatorin. Ebenjenen Auswanderern sei schließlich aufgefallen, dass der Winter auf der spanischen Insel "auch nicht so richtig" sei. "Oder der Ort Dubai", mahnt Lufen, "da hat sich jetzt auch rausgestellt: Ist vielleicht doch nicht so ganz perfekt."
Quelle: teleschau – der mediendienst