Das Schicksal von Buckelwal "Timmy" bewegt zurzeit ganz Deutschland. Seit dem 31. März 2026 hält sich das Tier in der Bucht von Poel in der Nähe von Wismar auf. Fachleute halten seine Überlebenschancen für sehr gering. Auch Sarah Connor hat sich jetzt an der Diskussion beteiligt. Die Sängerin und Aktivistin für den Schutz der Meere schrieb am 11. April bei Instagram: "Ich verstehe eure Anteilnahme und Sorge um den gestrandeten Buckelwal."

"Ich weiß, ihr wollt am liebsten, dass ich mir als Hobby-Meeresbiologin und Aktivistin ein Super-Woman-Cape umwerfe und den Wal retten gehe." Aktuell träfen täglich mehrere Hundert Nachrichten zu dem Thema bei ihr ein. Doch auch Connor scheint die Hoffnung auf eine Rettung des Wals aufgegeben zu haben, wie sie verdeutlicht: "So gerne ich in meinen Wetsuit springen und den Wal befreien würde ... Ich kann ihm nicht helfen. Und wohl auch niemand anders mehr."

Sarah Connor hat Wal "Timmy" laut Netz-Usern "zum Sterben verurteilt"

Besonders problematisch sei laut Auffassung der 45-Jährigen das Netz, das sich im Maul des Tieres verfangen hat. "Man kann es nicht ohne Weiteres herausziehen, denn niemand weiß, ob der Wal bereits große Mengen davon im Magen hat, und ob es sich um die Organe gelegt hat." Deswegen würden die Überlebenschancen von "Timmy" zusätzlich beeinträchtigt, erklärte Sarah Connor.

Bei einigen ihrer Fans kommt diese Haltung nicht gut an. "Ein Wal, der so kämpft, darf einfach nicht zum Sterben verurteilt werden. Woher nehmen sich einige das Recht raus, über dieses Wildtier zu entscheiden?", kritisiert eine Instagram-Nutzerin in den Kommentaren. Noch deutlicher wird eine weitere Userin: "Sehr enttäuschend, was du hier sagst. Wow, bin sprachlos, dass du wegguckst!"

Eine andere Kommentatorin nahm auf die Initiative von MediaMarkt-Gründer Walter Gunz Bezug, der für eine Rettungsmission plädiert hatte: "Schneid dir mal eine Scheibe von MediaMarkt-Gründer Walter Gunz ab!" Ein weiterer Instagram-Nutzer zeigt sich ebenfalls enttäuscht: "Ganz schwach, selbst wenn die Chance noch so gering ist, alles ist besser, als nichts zu tun. Hätte von einer Person wie dir mehr erwartet. Aufgeben ist nie eine Option! Bei einem Menschen wird auch bis zum Schluss gekämpft und alles in Erwägung gezogen."

Fans verteidigen Sängerin - Appell an Gesellschaft

Mit verschiedensten Aktionen engagierten sich Menschen in den vergangenen Tagen für weitere Rettungsversuche des Wals. Neben Demonstrationen sprang eine Frau von einer Fähre und schwamm zu "Timmy". Manche Instagram-User verteidigen die Sängerin jedoch auch: "Jeder darf hier seine Meinung sagen (...). Du hast zu lernen, es zu akzeptieren oder zu tolerieren. Dafür ist man online", kommentiert eine Frau.

Eine andere sieht es so: "Man muss akzeptieren, wenn es nicht mehr geht!" Auch ist zu lesen: "Sie sagt es, wie es ist, und wir sollten es einfach auch so machen, wie sie es sagt, denn ihm ist nicht mehr zu helfen. Wir sollten lieber aufpassen, dass es nicht noch mehr Tieren so geht wie ihm!"

Connor hat in der Vergangenheit in verschiedenen Interviews über ihre Erfahrungen als Taucherin und Faszination für Wale und Delfine berichtet. Unter anderem beteiligte sie sich an der Entwicklung einer App, die dazu beitragen soll, die letzten Iberischen Orcas Europas vor dem Aussterben zu bewahren.

Quelle: teleschau – der mediendienst