Im Interview mit dem Magazin Funk Uhr erzählte der Moderator von "Aktenzeichen XY ... ungelöst", dass er einmal online Designermöbel bestellt und dafür rund 2500 Euro bezahlt habe. Die Bezahlung erfolgte direkt per Kreditkarte. Die Ware kam jedoch nie an.

Glücklicherweise gelang es dem 67-jährigen Rudi Cerne, die Summe mithilfe seiner Kreditkartenversicherung wiederzubekommen. "Kurz darauf versuchten die Betrüger noch einmal, Geld abzubuchen, doch da war das Konto bereits gesperrt", erklärte Cerne. Seitdem gehe er beim Online-Shopping "sehr vorsichtig vor".

Cerne macht sich Vorwürfe: "Hätte mir verdächtig vorkommen müssen"

Auch im Gespräch mit der Agentur teleschau hatte Cerne von dem Betrugsfall und seiner damaligen Reaktion darauf berichtet. Er habe sich "an den Kopf gefasst, weil ich den Rat, den man immer wieder hört, nicht befolgt habe: Ich habe nicht das Impressum gelesen. Da stand, dass diese Firma aus Irland kam", erzählte Cerne. "Das hätte mir sehr verdächtig vorkommen müssen."

Als langjähriger Moderator von "Aktenzeichen XY" sei er ohnehin "wesentlich vorsichtiger geworden", betonte der TV-Star zudem im teleschau-Interview. Er sei "von Natur aus ein vorsichtiger Mensch und durch die Sendung in meiner Vorsicht bestätigt worden". So sei Cerne "nicht ängstlich, aber umsichtig"; körperlichen Auseinandersetzungen gehe er seit jeher aus dem Weg.

Doch auch im Netz sei Vorsicht geboten. Im Internet hätte Betrug in den vergangenen "Hochkonjunktur", mahnte Cerne. Betrüger seien heutzutage raffinierter. Der frühere Sportjournalist rate deshalb Nutzerinnen und Nutzern unter anderem, Erfahrungsberichte im Internet zu checken und verdächtige Mails umgehend zu löschen. Und, wie Rudi Cerne inzwischen aus eigener Erfahrung weiß, das Impressum zu kontrollieren. Gängige Betrugsmaschen im Internet hat inFranken.de in einem Überblicksartikel zusammengefasst. Hier liest du, worauf du achten solltest.

Seit Jahren Moderator von "Aktenzeichen XY... ungelöst"

Die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst" gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Formaten im deutschen Fernsehen. In der Sendung werden seit 1967 reale, ungeklärte Kriminalfälle nachgestellt und mit Originalaufnahmen, Interviews und Hinweisen der Ermittlungsbehörden kombiniert. So stand etwa schon eine Bambergerin im Fokus, die am helllichten Tag eine angegriffene Frau rettete.

Ziel ist es, Zuschauerinnen und Zuschauer zu erreichen, die möglicherweise entscheidende Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise geben können. Durch diese enge Zusammenarbeit zwischen Redaktion, Polizei und Publikum konnten in der Vergangenheit immer wieder Fälle aufgeklärt werden.

Der frühere Eiskunstläufer Rudi Cerne steht seit dem 2002 als Moderator von "Aktenzeichen XY… ungelöst" vor der Kamera.

Quelle: teleschau – der mediendienst