Im Juli 2024 machte Ralf Schumacher seine Beziehung zu Partner Étienne Bousquet-Cassagne öffentlich - und feierte damit auch sein Coming-out. Fast zwei Jahre später will sich das Paar nun in Saint-Tropez das Ja-Wort geben. Festgehalten wird dies in der vierteiligen Sky-Original-Doku "Ralf & Étienne: Wir sagen Ja", die ab Donnerstag, 21. Mai, zu sehen ist. Wieso sich das Paar für diesen Schritt entschieden hat, haben Schumacher und Bousquet-Cassagne im Interview mit der Agentur teleschau erklärt.

"Ralf hatte damals ein Foto gepostet und damit unsere Beziehung öffentlich gemacht. Daraufhin haben wir mehrere Anfragen bekommen", erinnert sich Étienne Bousquet-Cassagne. "Am Anfang war es etwas komisch, von den Kameras begleitet zu werden, aber wir haben uns daran gewöhnt."

Laut Ralf Schumacher gebe ihnen die Doku zudem "eine Gelegenheit zu zeigen, wie wir so leben - und vielleicht auch dem einen oder anderen Vorurteil ein bisschen vorzugreifen".

Ralf Schumacher spricht über Reaktionen nach Coming-out

Das Coming-out des ehemaligen "Formel 1"-Rennfahrers sorgte im Sommer 2024 für große Schlagzeilen. Damals postet Schumacher erstmals ein gemeinsames Foto mit Étienne und machte damit ihre Liebe öffentlich. Wie der 50-Jährige erklärt, seien die Reaktionen dabei "durchweg positiv" gewesen. Gleichzeitig räumt er aber ein: "Ich lese natürlich nicht jeden Kommentar - ich glaube, das sollte man auch nicht", und erklärt weiter: "Wir leben aber natürlich auch an Orten, wo die Leute wahrscheinlich auch ein bisschen weltoffener sind. Ich glaube, deshalb kommt uns da nur Positives entgegen."

Weiterhin berichtet der Ex-Rennfahrer von berührenden Begegnungen, nach seinem öffentlichen Outing: "Schön waren viele einzelne Begegnungen, wo sich Menschen bedankt haben." So seien Männer auf ihn zugekommen, die durch ihn selbst Mut gefasst haben, sich gegenüber ihrer Familie zu outen, oder "den nächsten Schritt zu gehen".

Der Grund für sein Coming-out sei dies allerdings nicht gewesen: "Das war nie mein Wunsch, ich wollte es ursprünglich ganz 'egoistisch' für uns beide machen", betont Schumacher. Er habe "offen und ehrlich" mit der Situation umgehen wollen. Umso schöner sei es für ihn heute, wenn seine Geschichte auch anderen Mut mache: "Aber wenn man den einen oder anderen noch ein bisschen unterstützen kann, ist das natürlich schön. Und vielleicht gelingt uns das durch die Doku auch ein bisschen."

Quelle: teleschau – der mediendienst