Ein Lagerfeuer, ein junger Mann, eine aufkeimende Romanze - und dann ein Grizzly, der kurzen Prozess macht. "Ich wurde von einem Bären gefressen." Als George Clooney 2025 diese Anekdote in der Talkshow "Jimmy Kimmel Live!" erzählte, klang sie wie eine Pointe. Tatsächlich war es der Anfang einer Karriere, die heute kaum größer sein könnte.
Clooney, der am 6. Mai 65 Jahre alt wird, gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Gesichtern Hollywoods. Der Durchbruch kam mit der Krankenhausserie "Emergency Room", in der er bis 2000 den Kinderarzt Dr. Douglas Ross spielte. Danach folgte der Aufstieg in die erste Liga: die "Ocean's"-Reihe, "Burn After Reading", "Up in the Air". Rollen, die sein Image als charismatischer Star festigten. Doch der Anfang? Der war kurz und schmerzhaft.
40 Jahre später wurde Clooneys erster Film erst veröffentlicht
Sein erster Film trug den Titel "Grizzly II: The Predator" (1983) - ein Low-Budget-Projekt. Clooney, damals 22, stand zwar bereits mit späteren Größen wie Laura Dern und Charlie Sheen vor der Kamera. Nur: Bekannt war zu diesem Zeitpunkt noch niemand von ihnen. Und lange im Bild blieb auch keiner. Sie seien "in der ersten Szene getötet" worden, erinnerte sich Clooney bei Jimmy Kimmel. Ein "Typ mit einer Bärentatze" ersetzte dabei das Raubtier. "Es war ein Desaster", so der Hollywood-Star lachend.
Mehr noch: Dem Film ging mitten in der Produktion das Geld aus. Das Team strandete zwei Monate in Budapest. "Wir haben jeden Tag nur rumgehangen und Paprika-Hähnchen gegessen." Veröffentlicht wurde das Werk nie - zumindest nicht offiziell. Jahrzehnte später tauchte Material auf, wurde zusammengeschnitten und doch noch veröffentlicht. Clooneys Fazit: "Ich habe dann eine Menge schlechter Rezensionen bekommen. 40 Jahre später!"
Clooney: "Werde mein Haus in Italien verkaufen und mich irgendwohin zurückziehen"
Heute kann Clooney über seine Anfänge lachen. Heute, mit 65, ist er weit mehr als Schauspieler. Er schreibt Drehbücher, führt Regie, engagiert sich politisch. "Je älter ich werde, desto weniger möchte ich auf der Leinwand zu sehen sein", sagte er bereits 2021 im teleschau-Interview. Hinter der Kamera sei es kreativer. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit: "Es kann so viel schiefgehen." Nervosität am Set? "Immer."
Der Ruhm hat seinen Preis: "Es gibt wenig in meinem Leben, das noch privat ist", so Clooney. Selbst ein Spaziergang im New Yorker Central Park sei seit Jahren unmöglich. Das Internet habe die letzte Schutzhülle zerstört. Seine Konsequenz: Distanz halten, vor allem zu sozialen Medien: "Das Schlimmste, das einem passieren kann, ist, dass man nach Hause kommt, einen zu viel getrunken hat und seinen Gefühlen auf Twitter freien Lauf lässt. Dann geht man schlafen, und wenn man morgens aufwacht, ist die Karriere beendet."
Auch mit Blick auf die Zukunft bleibt Clooney nüchtern. "Momentan halte ich noch die Schlüssel zu dieser Ruhm-Box", sagte er im teleschau-Interview. Solange das so sei, werde er weiter Filme machen. Derzeit plant er unter anderem mit "Ocean's 14" die Fortsetzung der erfolgreichen Trilogie. Doch auch über ein Ende seiner Karriere denkt er bereits nach: "Irgendwann - und dieser Tag wird kommen - werde ich mein Haus in Italien verkaufen und mich irgendwohin zurückziehen."
Quelle: teleschau – der mediendienst