Charlotte Würdig (47) und Alessandra Meyer-Wölden (43) haben einiges gemein: Sie beide sind alleinerziehend, Single, Ü40 und führten eine Ehe in der Öffentlichkeit. Im SWR3-Podcast "1 plus 1 - Freundschaft auf Zeit" haben sie nun offen darüber gesprochen, wie sich das Dating-Leben ab 40 verändert und ob sie derzeit auf Partnersuche sind. Dabei machte Charlotte Würdig ein Geständnis.

So erklärt Würdig, sie sei ein Mensch, der "schon immer super alleine sein konnte". Die Ehe mit Rapper Sido (45, bürgerlich Paul Würdig) sei ihre längste Beziehung gewesen. "Davor war ich zehn Jahre alleine", erzählt die 47-Jährige. Aktuell sei sie seit rund sechs Jahren Single und räumt ein: "Ich weiß nicht, ob ich so ein Beziehungsmensch bin." Zwar fehle ihr manchmal ein gewisser "Erwachsenenaustausch" sowie die Möglichkeit, hin und wieder Verantwortung abzugeben, dennoch stellt Würdig fest: "Aber ich sehe mich auch nicht mit Partner."

Sandy Meyer-Wölden will wissen, was ihre Podcast-Partnerin zu dieser Aussage bewegt und hakt nach. Schließlich gesteht Würdig: "Ich glaube, ich hätte auch Angst vor einer Beziehung." - "Das ist es nämlich, jetzt sind wir beim Thema", meint die 43-Jährige die Wurzel für Würdigs Zweifel gefunden zu haben. Würdig führt aus: "Das habe ich jetzt im letzten Dreivierteljahr gemerkt, ich habe wirklich Angst vor einer Beziehung, ich habe Angst, mich auf einen Mann einzulassen, mich auf einen Mann zu verlassen."

Es sei jedoch nicht die Angst vor Enttäuschung oder Ablehnung, die sie beschäftige, sondern vielmehr die Sorge, "dass es mir zu viel wird". Eine Beziehung empfinde die 47-Jährige als "wahnsinnig verantwortungsvoll". Meyer-Wölden zeigt Verständnis, merkt aber gleichzeitig an: "So eine Beziehung, die kann total leicht sein. Liebe darf leicht sein."

Charlotte Würdig und Sandy Meyer-Wölden sprechen offen über ihr Liebesleben

Anders als ihre Podcast-Kollegin erklärt Sandy Meyer-Wölden: "Ich war immer in sehr langen Beziehungen und dann auch von einer Beziehung relativ schnell (...) in die nächste." Dadurch sei auch "dieses ganze Online-Dating" komplett an ihr vorbeigegangen.

"Für mich sind Dates wahnsinnig anstrengend", erklärt Charlotte Würdig. "Davor immer schreiben und dann siehst du ihn und denkst dir 'Na toll, da hätte ich mir die ganzen 700 WhatsApps auch sparen können, weil ich sehe, das wird nichts.'" Sie habe festgestellt, beim Dating "sehr viel pragmatischer geworden" zu sein: "Ich weiß von vornherein, ob es fürs Laken ist oder ob es vielleicht noch eine zweite Hauptspeise geben könnte", deutet sie an.

Es sei aber auch nicht so, dass sie "permanent etwas fürs Laken hätte". Denn dafür fehle der zweifachen Mutter schlicht die Zeit. Außerdem gesteht sie: "Ich habe auch gar nicht das Bedürfnis, vielleicht ist es hormonell."

Meyer-Wölden berichtet hingegen: In jüngeren Jahren habe sie Intimität "gar nicht so sehr genießen können wie jetzt", verrät die 43-Jährige. "Weil ich jetzt wirklich so bei mir bin, auch wirklich in meinem Körper bin und weiß, was mir gefällt, was mir nicht gefällt." Heute könne sie dies viel besser aussprechen und auch ausleben: "Das konnte ich mit 20 schon mal gar nicht", so Meyer-Wölden. Sie habe erkannt: "Jetzt ist echt diese Zeit, von der alle Frauen mir erzählt haben: Wenn du 40 bist, das sind die besten Jahre, genieß es!"

Quelle: teleschau – der mediendienst