Birgit Schrowange steht seit rund 40 Jahren vor der Kamera. Neben ihrem Beruf als Fernsehmoderatorin beschäftigt sich Schrowange privat intensiv mit den Themen Finanzanlagen und Investitionen. Wie die 68-Jährige nun in einem Interview verriet, hat sie sich dabei jedoch bereits "verzockt".

Im Interview mit dem "BBBanking Kundenmagazin" sprach die Moderatorin über ihre Erfahrungen an der Börse und berichtete, während der Dotcom-Blase in Internetaktien investiert zu haben. Eine Entscheidung, die sie letztlich Geld gekostet habe. Die Moderatorin gesteht: "Ja, da habe ich gezockt. Das war mir eine Lehre."

Schrowange war bei Weitem kein Einzelfall: Die Dotcom-Blase war eine Spekulationswelle an den Aktienmärkten der späten 90er- und frühen 2000er-Jahre, die schließlich platzte und in der Folge zahlreiche Anleger viel Geld kostete. Schrowange erklärt, aus dieser Erfahrung gelernt und ihre Einstellung hinsichtlich Geldanlagen nachhaltig verändert zu haben: "Ich habe ein sehr kleines Budget, mit dem ich bewusst Risiken eingehe. Aber der überwiegende Teil meines Vermögens ist langfristig, breit gestreut und solide investiert."

Birgit Schrowange: "Ich habe ein Testament und einen Ehevertrag"

Wie Schrowange weiter ausführt, setzt sie dabei auf eine Mischung aus ETFs und aktiv verwalteten Fonds. Um eine möglichst hohe Rendite gehe es ihr dabei nicht mehr: "In meinem Alter steht nicht mehr maximales Wachstum im Vordergrund, sondern Erhalt und regelmäßige Erträge. Dividenden spielen eine größere Rolle." Besonders jungen Menschen empfiehlt Schrowange, die Chancen an den Finanzmärkten zu nutzen - jedoch mit Vorsicht und "immer mit Augenmaß".

Auch mit ihrem Nachlass hat sich die Moderatorin eigenen Angaben nach bereits ausführlich beschäftigt: "Ich habe ein Testament und einen Ehevertrag. Gerade in Patchwork-Familien ist Klarheit entscheidend. Das gibt Sicherheit - und Frieden. Sein Vermögen an den Ehepartner oder an Kinder zu übertragen, kann man aktiv gestalten, auch schon zu Lebzeiten."

Geld steht für die Moderatorin aber trotz allem nicht an erster Stelle. Zwar schätze sie finanzielle Unabhängigkeit, Gesundheit, Zeit und Freiheit seien für sie aber ebenfalls wichtige Faktoren. "Ich bin dankbar für das Leben, das ich führen darf. Und ich sehe es als Verantwortung, durch mein Engagement auch etwas zurückzugeben." Für ihr Engagement gegen Kinderarmut erhielt Schrowange 2008 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Quelle: teleschau – der mediendienst