Als er 2024 bei der RTL-Show "Let's Dance" teilnahm, wurde Tony Bauer (30) schnell zu einem Liebling der Zuschauerinnen und Zuschauer. Wegen gesundheitlicher Probleme musste er die Sendung jedoch vorzeitig beenden. "Es hat mir auch wehgetan, aufzuhören, weil es hat sich angefühlt, als hätte ich aufgegeben. Und ich gebe nie auf", erzählt er im Podcast "M wie Marlene".
Inzwischen geht es für den 30-Jährigen, der seit seiner Kindheit wegen des Kurzdarmsyndroms auf künstliche Ernährung angewiesen ist, gesundheitlich etwas bergauf: Kurze Auftritte und auch das Gespräch mit Moderatorin Marlene Lufen kann er dank neuer Medikamente ohne seinen Rucksack absolvieren.
Dieser Rucksack begleitet Bauer, seit er acht Jahre alt ist. Eine Darmverschlingung kostete ihn damals beinahe das Leben. Erst ein Arzt aus Mannheim konnte ihn retten. Als Hommage an eben jenen Arzt nannte er sein Comedyprogramm "Fallschirmspringer". "Ich suche den bis heute. Ich weiß leider nicht mehr, wie der heißt", erzählt der Comedian. Lufen schlägt daraufhin vor, einen Aufruf zu starten, und ermutigt ihre Zuhörerinnen und Zuhörer in der Folgenbeschreibung: "Lasst uns helfen, den Mann zu suchen!!"
Tony Bauer will "der größte Exportschlager seit Mercedes" werden
Beruflich steht Bauer erst seit vier Jahren als Comedian auf der Bühne. Seine Freunde hätten ihn dazu ermutigt, erinnert er sich im Podcast. Doch Comedy begleitet den 30-Jährigen schon viel länger. "Mich hat immer mein Humor gerettet", sagt der "Das Supertalent"-Juror etwa über seine Schulzeit. Er sei "immer ein leichtes Ziel" für Mobbing gewesen: "Ich bin klein, ich bin dunkelhäutig, ich bin schwerbehindert." Also bemühte sich Bauer, "der witzige Typ" zu sein, mit dem wolle schließlich keiner Stress haben.
Auch bei den zahlreichen Krankenhausaufenthalten bleiben Humor und Witz ein Anker für ihn, ebenso wie Freunde und Familie. Nach seinem ersten kleinen Auftritt in Bremen habe er alles gekündigt und sich für den Weg als Comedian entschieden, erzählt er. In der freien Wirtschaft hätte er "keine Chance" gehabt, glaubt Bauer: "Da hätte man mich aufgefressen."
Inzwischen steht der 30-Jährige auf größeren Bühnen, etwa bei der "Comedy-Nacht XXL" in der Kölner Lanxess Arena. Dort feierte er 2022 seinen Durchbruch. Doch er hat noch größere Träume: Er möchte eines Tages im berühmten Madison Square Garden in New York City spielen. "Ich wäre gern Deutschlands Michael Jackson", erklärt er im Gespräch mit Lufen selbstbewusst. "Dass die 'New York Times' irgendwie schreibt: 'Der größte Exportschlager seit Mercedes', oder so. Würde ich schon geil finden."
Quelle: teleschau – der mediendienst