Alexander Held verschied am Dienstag (12. Mai 2026) im Alter von 67 Jahren unerwartet nach kurzer Krankheit, wie der eng mit ihm befreundete TV-Produzent Sven Burgemeister der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Held lebte zuletzt im österreichischen Erl in Tirol und war unter anderem bekannt für seine Rolle in der ZDF-Krimireihe "München Mord". Darüber hinaus wirkte der gebürtige Münchner in Filmen wie "Sophie Scholl - Die letzten Tage", "Der Schuh des Manitu" oder "Der Untergang" mit.

"Alexander Held war ein Geschenk": Bewegende Worte zum Abschied

"Als Freund und Produzent war Alexander Held ein Geschenk: ein Mensch, ein Gentleman, ein Herr mit Feinsinn, Witz und großer Zuwendung", würdigte Burgemeister. Als Schauspieler sei er voller Überraschungen gewesen - mit unbeirrbarer Haltung - und habe all seinen Auftritten Tiefe verliehen. Der Produzent dankte Held für sein Vertrauen, seine enorme Loyalität und die vorbehaltlose Aufmerksamkeit, die er allen geschenkt habe.

"Er wird uns allen unglaublich fehlen. Alexander bleibt für immer ein Held für mich", sagte Burgemeister, der bei mehr als 30 Filmen mit ihm zusammengearbeitet hat. Held besaß viele Talente. Er konnte hervorragend singen - von 1968 bis 1970 war er Solosänger bei den Regensburger Domspatzen. Als Jugendlicher stand er für den Traditionsclub 1860 München im Tor und gewann mit dem Löwen fünfmal die Jugendmeisterschaften. Doch wegen einer Verletzung platzte der Traum von der Profikarriere.

Die wahre Berufung Helds wurde die Schauspielerei. Nach einer Ausbildung an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule startete er 1980 an den Münchner Kammerspielen. Weitere Stationen waren unter anderem die Freie Volksbühne Berlin unter Hans Neuenfels, das Staatsschauspiel Hannover und die Salzburger Festspiele. Sein Filmdebüt feierte Held 1993 in der Kult-Krimireihe "Derrick". Viele weitere Auftritte folgten, auch für internationale Produktionen wie "Schindlers Liste" von Steven Spielberg. In der Branche herrscht momentan mehrfache Trauer: Helds Schauspielkollegin Luna Jordan starb einen Tag nach ihm mit nur 25 Jahren.

Trauriges Schicksal: Alexander Helds Ehefrau musste lange vor ihm gehen

Privat fand Held sein Glück mit Patricia Fugger, die als Gräfin Fugger von Babenhausen geboren wurde. Im Jahr 2005 heirateten sie. Neun Jahre später wurde das Leben des Schauspielers von einem schweren Schicksalsschlag getroffen: Seine Frau starb im Alter von nur 51 Jahren. Mit bewegenden Worten widmete er ihr nach ihrem Tod im Jahr 2014 den Bayerischen Fernsehpreis als bester Serien-Darsteller.

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