In der ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" ist Kriminaloberkommissar Fabian Puchelt der Leiter des Aufnahmestudios, in dem während der Live-Sendung die Hinweise der Zuschauerinnen und Zuschauer eingehen. Ab Mittwoch, 6. Mai, ist der Pressesprecher des bayerischen Landeskriminalamtes außerdem als Experte im neuen Format "XY Spuren des Verbrechens" zu sehen. Darin wolle er auch mit dem ein oder anderen "Tatort"-Klischee aufräumen, erklärte der Polizist im März nach Drehschluss der neuen Sendung in München.
In "XY Spuren des Verbrechens" widmet sich Moderatorin Helene Reiner monothematisch verschiedenen Fällen aus dem "XY"-Archiv. Puchelt gibt dabei Einblicke in die Polizeiarbeit und erklärt, wie Ermittlungen bei Verbrechen funktionieren - denn da gibt es den ein oder anderen Unterschied zum sonntäglichen "Tatort".
"Wenn man als Polizist 'Tatort' schaut, dann muss man natürlich bei der ein oder anderen Sache den Kopf schütteln", lachte Puchelt im Interview mit der Agentur teleschau. Dennoch schaltet er ab und an ein, etwa für den "Tatort: Münster". "Den finde ich klasse", gab der Kriminaloberkommissar zu und erklärte: "Für mich zählt da der Unterhaltungswert." Sonst sei er jedoch abseits seiner Arbeit "nicht so der True-Crime- oder 'Tatort'-Fan", sagte der Polizist.
Das denkt der "Aktenzeichen XY"-Experte über True Crime
Anders sieht es offenbar bei einem Großteil der Deutschen aus: True-Crime-Formate sind erfolgreich. Podcasts wie "Mord auf Ex" und "Mordlust" zählen schon lange zu den reichweitenstärksten Podcasts in Deutschland. Letzterer schaffte es sogar in die Top 20 der meistgehörten Podcasts weltweit auf Spotify. Übrigens: In den Top Ten dieses Rankings fanden sich gleich drei englischsprachige True-Crime-Podcasts.
Warum die Faszination mit Verbrechen so groß ist, kann sich Puchelt nicht konkret erklären. "Vielleicht ist es die menschliche Neugier auf das Unbegreifliche, oder Verbotene", überlegte er im Interview. Grundsätzlich finde er es jedoch "auf jeden Fall" wichtig, sich mit Verbrechen auseinanderzusetzen.
Quelle: teleschau – der mediendienst