Die Zahlen sprechen für sich: 141,4 Millionen, 273,3 Millionen, 426,5 Millionen und 404,5 Millionen - so viele Dollars spielten die vier "Bad Boys"-Filme jeweils ein. Summa summarum sind das mehr als 1,2 Milliarden. Man braucht nicht weltgrößter Logiker zu sein, um zu erkennen, dass den vier ein fünfter Film folgen müsste. Es wäre ein Millionenverlust, würde dem nicht so sein. Aber wann gab es in Hollywood schon mal den Fall, dass von den Geschäftstüchtigen dort mal einer nicht das große Geld gewittert hat? Genau.

Folglich dürfte auch die Action-Kracher-Reihe um die von Will Smith und Martin Lawrence gespielten Chaos-Cops, deren erster Teil am Freitag, 29. Mai um 20.15 Uhr bei RTLZWEI wiederholt wird, weitergesponnen werden. Es ist wahrscheinlich, sogar sehr, aber noch nicht ganz sicher. Immerhin: Es gibt Bewegungen und Aktivitäten hinter den Kulissen, die die Fans optimistisch stimmen. Dass unter den Dächern von Sony Pictures, dem Filmstudio hinter der Reihe, geplant und verhandelt werde, war hier und da schon zu hören. Von Hauptdarsteller Lawrence etwa, der vor einem Jahr erklärt hatte, das Gespräche geführt würden. Er denke, sagte er noch, und er hoffe, fügte er hinzu, aber Genaueres konnte er doch nicht sagen.

An ihm, Lawrence, und Will Smith würde das Vorhaben nicht scheitern. Lawrence bedeuten die Filme schließlich "sehr viel", wie er ebenfalls zu "Entertainment Tonight" sagte. Die Reihe sei sein und Smiths "Baby" - und Kinder lässt man doch nicht mutwillig in den Brunnen fallen. Auch Smith zeigte sich: zumindest nicht abgeneigt. Er habe bei "Bad Boys" den größten Spaß gehabt, den Polizisten Mike Lowrey zu spielen, verriet er im Juni 2024 der "Entertainment Weekly". "Spaß" - eben, warum sollte dieser Spaß vor Teil 5 jäh vorbei sein? Es ergäbe keinen Sinn, wie auch die größte Logik-Niete sagen würde.

Schlagende Argumente

Spekulationen hier, Vermutungen dort. Hoffen, fühlen, denken, aber nichts Genaues wissen. Oder jedenfalls nichts Genaues sagen. Selbst ein Jerry Bruckheimer, der Produzent aller vier Filme, lässt sich nicht in die Karten schauen. Und wenn er nicht Karten zockt, dann spielt er Ball. Und den kickt er sicherheitshalber mal gerne zu den Hauptakteuren des Spiels, den beiden Hauptfiguren und also auch den beiden Hauptdarstellern. Es gehe in den "Bad Boys"-Filmen doch, sagte er vor zwei Jahren zu "The Wrap", einzig "um die Beziehung zwischen diesen beiden Männern". Genau deshalb würden die Menschen in die Kinos strömen.

Und dann sagte Bruckheimer noch einen Satz, der auch aufhorchen lässt. "Wenn wir das Gefühl haben, dass es da noch mehr Geschichten gibt, werden wir es tun." Auch von der Qualität hängt also auch das ganze Unternehmen ab. Gibt es eine gute Idee, die zu einem guten Drehbuch führt, wird der Film gemacht, der natürlich ebenfalls gut wäre. Was aber, wenn es eine solche Idee nicht gibt und nie geben wird? Dann würde Smiths und Lawrence' Baby auch nicht in den Brunnen fallen. 1,2 Milliarden Dollar und ein paar zerquetschte Millionen sind auch ein schlagendes Argument. Die Fans dürfen weiter hoffen.

Quelle: teleschau – der mediendienst