Als "Top Gun: Maverick" 2022 in die Kinos kam, war auch die Fortsetzung des Blockbusters "Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel" ein Riesenhit. Allenfalls der Zeitpunkt des Kinostarts war das Haar in der Suppe des Erfolgs, denn um wie viel passender wäre es gewesen, wäre das Flieger-Abenteuer zum 40-jährigen Jubiläum des Originals, also dieses Jahr, erschienen. Das Zusammenspiel von Anlass und Kinostart hätte dem Studio sicher manche Dollar-Million zusätzlich in die Kasse gespült. Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer mag einen guten Blockbuster-Riecher haben, mit dem Timing hat er es aber offenbar nicht so. Denn auch Teil drei der Reihe wird weit jenseits des diesjährigen Jubiläums fertiggestellt. Oder wollen sich die Macher etwa Zeit lassen, bis zum nächsten runden, den 50. "Geburtstag" von "Top Gun"?
Mit einem überdurchschnittlich späten Start von "Top Gun 3" würden sich Bruckheimer, Cruise und Co. treu bleiben, schließlich lagen zwischen Flieger-Actioner "Top Gun", der am 12. Mai 1986 in New York Weltpremiere feierte, und "Maverick" geschlagene 36 Jahre. Doch so lange werden die Fans diesmal nicht warten müssen, immerhin befindent sich Teil drei schon seit einer Weile in der Entwicklung. 2024 hieß es, dass Ehren Kruger ("F1") nach "Maverick" wieder als Drehbuchautor dabei sei, und auf der diesjährigen Kinomesse CinemaCon kündigte Paramount auch die erneute Beteiligung von Tom Cruise und Produzent Jerry Bruckheimer an. Unklar blieb allerdings, ob Cruise wieder als Hauptdarsteller vor der Kamera stehen würde oder "nur" als Produzent fungiere. Den Posten hatte er auch bei "Maverick" inne.
Wer spielt mit? Wer führt Regie?
Die Frage nach dem Regieposten blieb bei der CinemaCon ebenfalls außen vor, weshalb ungewiss war, ob Joseph Kosinski wieder das Zepter übernehmen würde. Der hatte sich für das Franchise als großer Gewinn herausgestellt, brachte er doch das Kunststück fertig, den spektakulären Erfolg von Tony Scotts Original sogar zu toppen. "Maverick" spielte vor vier Jahren weltweit mehr als 1,5 Milliarden Dollar ein, so viel wie kein anderer Film in der erfolgsverwöhnten Karriere von Tom Cruise. Doch damit will man es offenbar bewenden lassen. Wie das Portal "Puck News" im April meldete, soll Kosinski nicht auch den dritten "Top Gun"-Film inszenieren. Als Grund werden andere Projekte genannt, an denen der Regisseur beteiligt sei, darunter ein Kino-Reboot der Kultserie "Miami Vice".
So viel zu den Wasserstandsmeldungen um "Top Gun 3", alles Weitere muss zunächst Spekulation bleiben. Werden Christopher McQuarrie und Eric Warren Singer beispielsweise wie schon bei "Maverick" mit Kruger wieder das Drehbuch schreiben? Nimmt McQuarrie womöglich auch auf dem Regie-Stuhl Platz? Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Tom Cruise hat er immerhin, die beiden drehten den Actionkrimi "Jack Reacher" und insgesamt vier "Mission: Impossible"-Filme, zuletzt die beiden "Reckoning"-Teile. Und weiter: Wer spielt die Hauptrollen, wer die Nebenrollen? Wann beginnen die Dreharbeiten und wann erscheint das Fliegerdrama in den Kinos? Viele Fragen, wenige Antworten. Sicher dürfte sein: Man wird sich tunlichst Zeit lassen, denn der Druck, mit einem "Top Gun"-Film erfolgreich zu sein, ist nach "Maverick" nicht kleiner geworden.
Quelle: teleschau – der mediendienst