Auf dem deutschen Arbeitsmarkt steigt die Zahl der Erwerbstätigen kaum noch. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres waren 45,5 Millionen Menschen mit einem Arbeitsort in Deutschland registriert, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Das waren rund 301.000 Menschen oder 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit schwächte sich die Dynamik am Arbeitsmarkt erneut ab, weil es zuvor höhere Wachstumsraten gegeben hatte.

Erstmals seit neun Jahren sank in der Jahresfrist die Zahl des Beschäftigten im produzierenden Gewerbe ohne Bau, und zwar um 10.000 Menschen (0,1 Prozent). Im Baugewerbe waren hingegen 26.000 Leute mehr beschäftigt als im Schlussquartal 2018. Zuwächse gab es auch unter anderem in Bereichen wie Erziehung, Gesundheit, Information, Kommunikation, Handel, Verkehr und Gastgewerbe.

Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit wuchs das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen 2019 noch einmal leicht um 0,6 Prozent auf 62,7 Milliarden geleistete Arbeitsstunden. Auf jeden einzelnen Arbeitnehmer entfielen in dem Jahr im Schnitt 1386,1 Stunden, was einen Rückgang um 0,3 Prozent bedeutete.