Die Brauereien in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2020 vor allem wegen der Corona-Krise noch einmal weniger Bier verkauft als in den Jahren zuvor. Mit 4,3 Milliarden Litern wurde das niedrigste Ergebnis seit Einführung der aktuellen Statistikmethode im Jahr 1993 erzielt, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag (30. Juli 2020) in Wiesbaden mitteilte. Die Menge lag demnach 6,6 Prozent unter dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Der Export ging dabei stärker zurück als der Inlandsabsatz. 

Vor allem in den Monaten April (-17,3 Prozent) und Mai (-13,0 Prozent) lag der Absatz deutlich unter den Vergleichswerten aus 2019. Bars und Restaurants waren geschlossen, Feste und sonstige Großveranstaltungen abgesagt. Mit den schrittweisen Lockerungen hatte sich der Bierabsatz dann wieder erholt und lag im Juni nur noch 1,9 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Auch fränkische Brauereien leiden unter der Auswirkungen der Corona-Pandemie: Kleine wie große Brauereien im Landkreis Lichtenfels klagen über einen starken Umsatzrückgang  und auch die Forchheimer Bierbrauer treffen die Verluste hart.