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Real-Deal ist fix: Metro verkauft Supermarkttochter an Finanzinvestor

Seit 2018 will sich Metro von seiner Supermarktkette Real trennen. Nun ist die Tinte unter dem Kaufvertrag mit einem Finanzinvestor trocken. Danach droht der Supermarktkette Real die Zerschlagung. Es sollen auch Geschäfte geschlossen werden.

Update, 19.02.2020: Metro verkauft Tochter Real an Finanzinvestor

Der Handelskonzern Metro hat nach monatelangem Tauziehen endlich den Verkauf seiner angeschlagenen Supermarktkette Real unter Dach und Fach gebracht. Der Finanzinvestor SCP habe sich mit der Metro AG auf eine 100-prozentige Übernahme von Real geeinigt, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung beider Unternehmen vom Dienstagabend (18. Februar 2020) in Düsseldorf. Demnach soll ein Großteil der Real-Standorte "langfristig weiterbetrieben werden, entweder unter der Marke Real oder durch andere Einzelhändler".

Der Vertrag steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Aufsichtsgremiums der russischen Sistema PJSFC, die die Finanzierung der Übernahme sicherstellt. Sistema teilte ebenfalls am Dienstag in Moskau mit, dass man dafür bis zu 263 Millionen Euro zur Verfügung stelle. Metro spricht in der eigenen Mitteilung von einem erwarteten Netto-Mittelzufluss in Höhe von 0,3 Milliarden Euro. Das sind rund 200 Millionen Euro weniger, als noch vor einigen Monaten erhofft. Die Transaktion bedarf auch noch der Zustimmung der Kartellbehörden.

Mit dem Vertrag steht die Supermarktkette mit 276 Real-Märkten, 34 000 Beschäftigten 80 Immobilien und dem Online-Shop real.de faktisch vor der Zerschlagung. SCP kündigte an, dass der Großteil der heutigen Real-Märkte an andere Einzelhändler verkauft oder aufgeteilt werden soll. Ein Kern von etwa 50 Real-Märkten werde für 24 Monate unter der Marke Real weitergeführt. Bisher geht SCP der Mitteilung zufolge davon aus, das etwa 30 Standorte geschlossen werden.

Real: Supermarktkette zuletzt Metros Sorgenkind

Die Supermarktkette war zuletzt das Sorgenkind bei dem Düsseldorfer Handelsriesen und hatte im Geschäftsjahr 2018/19 für tiefrote Zahlen bei der Metro gesorgt. Die meist auf der grünen Wiese gelegenen Hypermärkte litten seit Jahren unter den veränderten Einkaufsgewohnheiten in Deutschland. Immer öfter ließen die Kunden die Hypermärkte links liegen und kauften lieber in Supermärkten und bei Discountern in ihren Wohnvierteln.

Die Metro hatte bereits 2018 angekündigt, die Supermarktkette abgeben zu wollen, um sich ganz auf das Großhandelsgeschäft mit Gastronomen und kleinen Händlern konzentrieren zu können. Doch erwies sich der Verkaufsprozess als deutlich schwieriger als erwartet. Mit großen Hoffnungen begonnene, exklusive Verhandlungen mit dem Immobilieninvestor Redos scheiterten. Erst im zweiten Anlauf gelang nun eine Einigung.

Die Verkaufsbemühungen wurden nicht zuletzt durch die hohe Konzentration im deutschen Lebensmittelhandel erschwert. Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe mit ihrem Discounter Lidl dominieren den deutschen Markt schon heute so sehr, dass der geplante Weiterverkauf zahlreicher Real-Märkte an die "großen Vier" bei den Wettbewerbshütern mit Sorge gesehen wird.

Update, 18.02.2020: Real offiziell an deutsch-russisches Unternehmen verkauft - neue Hoffnung für Real-Mitarbeiter?

Nach dem langen Hin und Her ist die Supermarktkette Real am vergangenen Donnerstag (13. Februar 2020) offiziell verkauft worden. Der Metro-Chef Olaf Koch bestätigte auf einer Aktionärsversammlung den Verkauf aller Real-Märkte an das deutsch-russische Konsortium SCP Group und X+Bricks. Insgesamt 276 Filialen umfasst der Kaufvertrag. Damit erreicht der Deal eine Dimension, welche in Deutschland bisher nicht vorstellbar war: Noch nie wurden Standortpakete für Großflächen in solch einer Größe auf einen Schlag verkauft.

Die Metro AG und das Konsortium einigten sich auf einen Unternehmenswert von etwa einer Milliarde Euro. Wie zuvor bekannt gegeben, erhält der Düsseldorfer Konzern einen Nettozufluss von circa 300 Millionen Euro und erhofft sich weiter 1,5 Milliarden Euro aus dem Verkauf des Mehrheitsanteils am chinesischen Geschäft.

Doch die Zukunft der 34.000 Mitarbeiter ist nach wie vor ungewiss. Bisher hieß es, dass vermutlich 10.000 Arbeitnehmer mit einer Kündigung rechnen müssten. Doch scheinbar werden nicht in jeder Filiale Stellen abgebaut. Wie das Online-Magazin chip.de berichtet, werden seit der Übernahme in einer Münchner Filiale sogar Mitarbeiter gesucht. Am Eingang des Supermarkts wirbt ein Kundenstopper für offene Stellen in der Metzgerei, dem Backshop und der Kasse.

Dennoch ist davon auszugehen, dass X+Bricks und SCP die Filialen nicht einfach so weiterführen werden. Nur ein kleiner Teil der Märkte soll unter dem Namen Real weitermachen. Wie chip.de berichtet, sollen einige Märkte wohl zu kleineren Mini-Malls umgebaut werden. Für zahlreiche Filialen werde es allerdings keine zukunftssicher Nutzung geben - Kündigungen sind die Folge. Welche Supermärkte betroffen seine werden, ist noch nicht bekannt.

Update, 11.02.2020: Einigung über "Real"-Verkauf

Der Handelskonzern "Metro" hat sich mit einem Konsortium um den Immobilieninvestor "X-Bricks" grundsätzlich über den Verkauf seiner angeschlagenen Supermarktkette "Real" geeinigt. Das teilte Metro am frühen Dienstagmorgen (11. Februar 2020) in Düsseldorf mit. Einzelne offene Punkte würden jedoch noch verhandelt. Ein Kaufvertrag sei noch nicht unterschrieben.

Die Vereinbarung sieht eine Veräußerung von "Real" als Ganzes zu einem Unternehmenswert von etwa einer Milliarde Euro vor, wie es in der Mitteilung heißt. Metro erwarte einen Nettomittelzufluss von etwa 300 Millionen Euro und weiterhin mehr als 1,5 Milliarden Euro Nettomittelzuflüsse nach sämtlichen Transaktionskosten aus dem Verkauf von Real und der Veräußerung eines Mehrheitsanteils am chinesischen Geschäft. Außerdem sollen die Servicegesellschaften von Metro für eine Übergangszeit weiterhin Dienstleistungen für Real erbringen. Diese würden allerdings nach und nach reduziert.

Der Supermarktkette mit 277 "Real"-Märkten und rund 34.000 Beschäftigten droht die Zerschlagung. Denn die künftigen Eigentümer wollen nach den bisher bekanntgewordenen Plänen nur einen kleinen Teil der "Real"-Märkte selbst weiter betreiben. Der Großteil der Standorte soll an andere Händler wie "Edeka" oder "Kaufland" verkauft werden. Einigen Standorten droht auch die Schließung. Die Supermarktkette war zuletzt das Sorgenkind bei dem Düsseldorfer Handelsriesen und hatte im Geschäftsjahr 2018/19 für tiefrote Zahlen bei der Metro gesorgt.

Die "Metro" hatte bereits 2018 angekündigt die Supermarktkette abgeben zu wollen, um sich ganz auf das Großhandelsgeschäft mit Gastronomen und kleinen Händlern konzentrieren zu können. Doch erwies sich der Verkaufsprozess als deutlich schwieriger als erwartet. Mit großen Hoffnungen begonnene, exklusive Verhandlungen mit dem Immobilieninvestor "Redos" scheiterten.

Bei der nun erzielten sogenannten kommerziellen Einigung zwischen Metro und dem Bieter-Konsortium um "X-Bricks" steht die Genehmigung durch die zuständigen Gremien auf beiden Seiten noch aus. Zudem müssten die Kartell- und Aufsichtsbehörden dem Vollzug noch zustimmen.

Update, 14.01.2020: Metro: Real-Betriebsrat sieht 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Durch den geplanten Verkauf der SB-Warenhauskette Real ist nach Einschätzung des Betriebsrates fast jeder Dritte der noch vorhandenen 34.000 Arbeitsplätze bei der Metro-Tochter gefährdet. "Der Gesamtbetriebsrat rechnet mit etwa 10.000 Arbeitslosen", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende des Unternehmens, Werner Klockhaus, der "Süddeutschen Zeitung" vom Dienstag (14. Januar 2020).

Der Hintergrund: Die Metro will alle 277 Real-Märkte in Deutschland möglichst noch in diesem Monat an ein Konsortium um den Investor X-Bricks verkaufen. Der will aber nach den bisher bekanntgewordenen Plänen nur einen kleinen Teil der Real-Märkte selbst weiter betreiben. Der Großteil der Standorte soll an andere Händler weiterverkauft werden. Einigen Standorten droht offenbar auch die Schließung.

Von der Metro war zunächst keine Stellungnahme zu den Äußerungen von Klockhaus zu erhalten. Bei der Ankündigung der Verhandlungen mit X-Bricks im vergangenen Dezember hatte der Handelsriese betont, Ziel sei es, beim Weiterverkauf der Standorte die Käufer "vertraglich zur Übernahme der Real-Mitarbeiter zu verpflichten".

Betriebsrat rechnet mit "rund 50 Schließungen oder mehr"

Klockhaus beruhigt das aber nicht. Er rechnet mit "rund 50 Schließungen oder mehr" im Zuge der Neuordnung. Allein dadurch seien rund 6000 Arbeitsplätze bedroht. Außerdem werde es wohl auch in den an Wettbewerber verkauften Filialen zu sehr vielen betriebsbedingten Kündigungen kommen, befürchtet er. Denn kaum einer der Wettbewerber habe eine ähnlich breite Sortimentsstruktur wie Real.

Die Beschäftigen in der Elektro-, Sport- und Haushaltswarenabteilung würden deshalb nicht mehr benötigt. Zusammen mit dem zu erwartenden Personalabbau in der Zentralverwaltung seien damit noch einmal 4000 Stellen gefährdet. "Für die Metro war Real schon immer ein Stiefkind, welches man vernachlässigt hat", klagte Klockhaus. Die Zeche dafür müssten jetzt die Mitarbeiter zahlen.

Update, 05.12.2019: Metro: Immobilieninvestor X+Bricks will Real übernehmen

Der Verkauf der Supermarktkette Real mit ihren rund 37.000 Mitarbeitern wird immer mehr zur Hängepartie. Der Handelskonzern Metro hat die Verkaufsverhandlungen mit dem Immobilienkonzern Redos gestoppt und will jetzt mit einem Konsortium um den Investor X-Bricks ins Geschäft kommen. Die Unterzeichnung eines Kaufvertrags werde bis zum 30. Januar kommenden Jahres angestrebt, teilte Metro am Donnerstag (5. Dezember 2019) mit.

Metro hatte die schwächelnde Supermarktkette mit vielen großen Geschäften auf der grünen Wiese bereits im September 2018 zum Verkauf gestellt. Doch die Käufersuche gestaltete sich schwierig. Die Verhandlungen mit Redos zogen sich seit Mai hin.

X-Bricks will Real übernehmen: Werden Standorte geschlossen?

X-Bricks und die SCP Group wollen Real als Ganzes übernehmen - einschließlich des Online-Marktplatzes und der 80 im Eigentum der Metro befindlichen Immobilien. Der Großteil der Standorte soll an andere Händler abgegeben werden. Dies soll aber unabhängig von dem Verkauf von Real an das Konsortium erfolgen. Ein Teil der Real-Märkte soll weitergeführt, einige Standorte sollen geschlossen werden. Metro könnten nach dem momentanen Verhandlungsstand durch den Verkauf etwa 500 Millionen Euro netto zufließen, so der Konzern. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Was ein Verkauf an zu X-Bricks für die Real-Beschäftigten bedeuten könnte, ist noch unklar. Von Metro hieß es lediglich, es sei Ziel, die Händler vertraglich zur Übernahme der Real-Mitarbeiter zu verpflichten.

Die Gewerkschaft Verdi forderte Sicherheiten für die Arbeitnehmer. Man werde "jedem infrage kommenden Käufer klar machen, dass es hier nicht nur um Immobilien geht, sondern um die Existenz von 34.000 Menschen und ihren Familien", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Die Forderungen der Gewerkschaft änderten sich bei einem neuen Kaufinteressenten nicht. "Wir wollen eine nachhaltige Sicherung der Arbeitsplätze, den Schutz der Verdi-Tarifverträge, Sicherheit für die Beschäftigten durch die gewählten Betriebsräte und keine Ausgliederung an selbständige Kaufleute."

Edeka-Plan: 87 Real-Filialen übernehmen

Auch Redos wollte den Großteil der Real-Standorte an Wettbewerber weitergeben. Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka wollte 87 Filialen übernehmen. Das Bundeskartellamt hatte Ende November eine vertiefte Prüfung dieses Teils des Kaufs angekündigt. Edeka wollte sich "aus Wettbewerbsgründen" nicht zur Entscheidung von Metro äußern, die Verhandlungen mit Redos abzubrechen. Ein Redos-Sprecher sagte der "Wirtschaftswoche", man sei weiter überzeugt, dass das mit Metro verhandelte Konzept stimme und umgesetzt werden könne: "Wir werden den Prozess beobachten und bleiben gesprächsbereit."

X-Bricks investiert nach eigenen Angaben in Immobilien wie Supermärkte, Discounter oder Fachmarktzentren. Mieter sind große Einzelhandelsketten wie Kaufland, Rewe, Lidl oder Aldi.

Update vom 29.10.2019: Edeka plant Real-Übernahme

Der Lebensmittelhändler "Edeka" plant Supermärkte von "Real" zu übernehmen. Am Dienstag (29. Oktober 2019) hat Edeka beim Kartellamt seine Pläne für die Übernahme eingereicht. Das gab das Unternehmen am Vormittag bekannt.

Andreas Mundt, Chef des Kartellamtes, zufolge geht es um eine "hohe zweistellige Anzahl" von Standorten. Das sagte Mundt zur Nachrichtenagentur Reuters. Das Kartellamt werde nun umfassende Ermittlungen für die betroffenen Absatz- und Beschaffungsmärkte einleiten, so Mundt.

Real-Mutterkonzern "Metro" hatte bisher andere Pläne: Ein Verkauf an ein Konsortium um den Immobilien-Konzern "Redos" stand im Raum. Entsprechende Pläne genehmigte das Kartellamt bereits. Laut Reuters beinhalten die Planungen eine Übernahme der 270 Real-Märkte in Deutschland - 50 davon sollen selbst weiterbetrieben werden. Die restlichen 220 Real-Märkte sollen an Konkurrenten weiterverkauft werden. Diesen Handel müsste das Kartellamt ebenfalls genehmigen.

Meldung vom 22.10.2019: Supermarktkette vor dem Aus - Real-Filialen stehen zum Verkauf

Medienberichten zufolge sollen sich Reals Muttergesellschaft Metro und der Immobilieninvestor Redos nach einem Jahr Verhandlungen in allen Punkten einig sein. Der Verkauf der 277 Real-Filialen soll in drei Etappen erfolgen.

Handelspartner einig: Real-Supermärkte werden verkauft

Wie das Technikmagazin Chip berichtet, haben sich der Handelsriese Metro und der Investor Redos in allen Verhandlungspunkten geeinigt. Der Verkauf soll nun schnell über die Bühne gehen und noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Real vor dem endgültigen Aus: Was planen Rewe und Edeka?

Mit Rewe und Edeka stehen zudem erste Interessenten der angeschlagenen Supermarktkette bereit. Bis vergangenen Montag konnten Händler sich für die einzelnen Real-Filialen bewerben. Nun prüfen Metro und Redos die vorliegenden Angebote und wollen eine Entscheidung fällen. Dabei stechen Rewe und Edeka besonders hervor.

Der Supermarkt-Riese Kaufland, der zunächst ebenfalls Interesse an einigen Filialen gezeigt hat, bleibt dagegen außen vor. "Kaufland wird im aktuellen Redos-Prozess kein Angebot für mögliche Filialpakete abgeben", erklärte eine Kaufland-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Hintergrund der Umfrage: Wie sollte das Verhältnis von Arbeit und Freizeit sein? In einer bundesweiten Umfrage unter Arbeitnehmern zeigt sich ein klarer Trend.

Standortschließungen: Bis zu 60 Filialen machen dicht

Gemeinsames Ziel von Redos und Metro ist es laut Chip-Bericht, einen Großteil der 277 Filialen zu verkaufen. Im Gespräch sind aktuell 180 Filialen. Zusätzliche 50 Märkte will Metro unter der Marke Real selbst weiterführen. Dasselbe gilt für den Onlineshop Real.de.

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In den kommenden drei Jahren soll ebenso für diese Filialen sowie den Onlineshop ein Käufer gefunden werden - ansonsten drohen zusätzliche Standortschließungen. Schon heute steht Chip zufolge fest, dass nach erfolgtem Real-Verkauf zwischen 50 und 60 Märkte geschlossen werden. Welche Filialen genau betroffen sind, ist bislang nicht bekannt.

Real betreibt auch in Franken mehrere Supermärkte. Real-Filialen gibt es unter anderem in Bamberg, Kulmbach, Bayreuth, Nürnberg und Würzburg.

Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass Reals Muttergesellschaft Metro sein China-Geschäft verkauft. Mit dem Milliardenerlös will der Handelskonzern sein Wachstum als Großhändler in Europa ankurbeln.